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20.000 Pixel unter dem Meer - Die Untiefen der Unterwasser-Spiele

Von Neptune's Daughter bis Bioshock 2 - schnallt euch die Sauerstoffflasche auf den Rücken und taucht mit uns ab in die Untiefen der Unterwasser-Spiele.

von Gamepro Redaktion,
05.01.2010 15:52 Uhr

Während Altair im Vorgänger noch unterging, kann Ezio aus Assassin's Creed 2 endlich schwimmen. [360]Während Altair im Vorgänger noch unterging, kann Ezio aus Assassin's Creed 2 endlich schwimmen. [360]

Das Meer ist alles. Es bedeckt sieben Zehntel der Erde. Sein Atem ist rein und gesund. Es ist eine immense Wüste, wo ein Mann nie alleine ist, in dem er fühlen kann, wie das Leben aller in ihm bebt. Das Meer ist nur ein Behälter für alle die ungeheuren, übernatürlichen Dinge, die darin existieren; es ist nicht nur Bewegung und Liebe; es ist die lebende Unendlichkeit.« So schrieb Autor Jules Verne in seinem Werk »20.000 Meilen unter dem Meer«. Die Tiefsee und die Weiten der Ozeane faszinieren die Menschheit seit dem Anbeginn der Zeit. Der Mensch braucht das Wasser zum Leben. Das Wasser diente ihm früher als natürliche Grenze. Heute erzeugen Kraftwerke umweltfreundlichen Strom. Das Element bestimmt unseren Alltag - mehr als es mancher vielleicht zugeben möchte. Doch wie in Jules Vernes Buch »20.000 Meilen unter dem Meer« regt es auch die Fantasie an. Schließlich weiß niemand, was sich auf den Böden der See versteckt. Auch die Spieleentwickler konnten sich dieser Faszination nicht vollends entziehen, und so ist Wasser nicht erst seit dem kunstvollen Ego-Shooter Bioshock (2007) ein bestimmendes Element in Videospielen.

Ein Ort der Gefahr

Grusel unter Deck: In dem Survival-Horror-Game Deep Fear mutieren die Mitarbeiter einer Forschungsstation. [Sega Saturn]Grusel unter Deck: In dem Survival-Horror-Game Deep Fear mutieren die Mitarbeiter einer Forschungsstation. [Sega Saturn]

Wasser und Videospiel-Helden - diese Mixtur passt leider nur allzu selten zusammen. Denn das kühle Nass bedeutet in vielen Games den sicheren Tod und damit den Neustart. Attentäter Altair aus Assassin's Creed (2007) konnte nicht schwimmen. Tommy Vercetti aus GTA: Vice City (2002) auch nicht. Segas Sonic the Hedgehog (1991) etwa ist ebenfalls ein Nichtschwimmer. Stieg ihm das Wasser über die Nasenspitze, musste er Luftblasen einsammeln. Die Zeichentrick-Oldies Mickey Mouse und Donald Duck schlüpften in World of Illusion (1992) gleich komplett in eine Luftblase, um den Ozean zu erkunden. Klempner Mario atmet im Arcade-Spiel Mario Bros. (1983) noch unter Wasser. In Super Mario Land (1991) für den Game Boy benötigt er hingegen schon ein U-Boot. Weniger prominente Helden müssen sich mit technischen Apparaturen oder Notlösungen behelfen. Bereits in den Anfängen der Videospiele sahen Entwickler die Notwendigkeit, Tauchgänge ihrer Protagonisten logisch zu begründen.

In dem Actionspiel Underwater Wars von Biart geht es insbesondere um die Simulation realistischer Unterwasser-Kämpfe. [PC]In dem Actionspiel Underwater Wars von Biart geht es insbesondere um die Simulation realistischer Unterwasser-Kämpfe. [PC]

In dem C64-Klassiker Neptune's Daughter (1983) ging ein mit Schnorchel, Brille und Sauerstoffflasche bewaffneter Taucher auf die Suche nach der schönen Meerjungfrau. Auf seiner Tour durch die pixelige Tiefsee musste er allerlei Abenteuer bestehen. So fütterte er eine Seeschlange mit zuvor eingefangenen Krebsen oder kämpfte gegen giftige Quallen. Allerdings saß ihm dabei stets die Zeit im Nacken. Eine Sauerstoffanzeige am unteren Bildrand lief langsam ab. Ließ er sich also zu viel Zeit beim Erledigen seiner Aufgabe, ertrank der Abenteurer. Einen ganz ähnlichen Ansatz verfolgte das vom holländischen Entwicklerteam Radarsoft für den Commodore 64 veröffentlichte Nautilus (1985). Hier steuert man einen Taucher aus der Seitenperspektive durch zerklüftete Grotten und wehrt Haie mit Hilfe von Harpunen ab. In Nobby the Aardvark (1992) für den C64 ist hingegen ein mutiger Ameisenbär der Held des Spiels. Im Verlauf der Geschichte müsst ihr in den Ozean hinab tauchen, nur weil Nobby dort unendlich viele Ameisen vermutet. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen benötigt er weder ein Sauerstoffgerät, noch eine Taucherbrille. Doch so gefährlich das Element Wasser auch in der Vergangenheit für unsere Lieblinge war. So haben die Entwickler inzwischen dazu gelernt. In aktuellen Umsetzungen haben die Protagonisten ihr Seepferdchen gemacht, können sich problemlos über Wasser halten und kurzzeitig durch die Levels tauchen. Ezio Auditore de Firenze etwa nutzt die venezianischen Kanäle, um sich in Assassin's Creed 2 (2009) vor den Templern zu verstecken. Und auch Lara Croft macht in sämtlichen Tomb Raider-Spielen so manchen Ausflug in das kühle Nass. Trotzdem weiß man natürlich nie, was einen in den Tiefen erwartet.

Unbekannte Tiefen

Die passende Lösung: Um unter Wasser atmen zu können, paddeln Mickey und Donald in World of Illusion einfach in Luftblasen durch die Ozeane. [Sega Mega Drive]Die passende Lösung: Um unter Wasser atmen zu können, paddeln Mickey und Donald in World of Illusion einfach in Luftblasen durch die Ozeane. [Sega Mega Drive]

Im Roman »20.000 Meilen unter dem Meer« geht der Meeresforscher Professor Aronnax und sein Diener Conseil auf die Suche nach einem monströsen Narwal, der laut Zeitungsberichten Schiffe angreift und versenkt. Wie sich im späteren Verlauf herausstellt, handelt es sich jedoch nicht um ein Tier, sondern um ein von Kapitän Nemo erschaffenes Unterseeboot. Auf seinen Reisen durch die Ozeane lernt Aronnax bisher unbekannte Regionen der Tiefsee kennen - entdeckt Schätze, trifft aber auch auf Gefahren wie den riesigen Kraken. Der Aspekt des Unbekannten wird auch in vielen Videospielen aufgegriffen. In dem für die PSone veröffentlichten Rundenstrategiespiel X-Com: Terror from the Deep (1995) wird die Menschheit von aus dem Meer auftauchenden Monstern attackiert. Schauplatz der Kämpfe war zumeist der Meeresboden. Wie schon im Vorgänger UFO: Enemy Unknown (1993) waren die Gefechte taktisch geprägt. So musstet ihr eure Agenten selbst auswählen, sie trainieren und ausrüsten. Anschließend galt es, das Unterwasser-Gewürm zu lokalisieren, deren Schiff abzuschießen und so die die eigentliche Schlacht einzuleiten. Interessant: X-Com: Terror from the Deep greift in seiner Hintergrundgeschichte einige Motive des Cthulu-Mythos der Tiefen Wesen (The Deep Ones) auf. Deutlich grusliger ging es in dem 1998 für den Sega Saturn veröffentlichten Survival-Horror-Game Deep Fear zu.

Lara Croft geht in ihren neuesten Abenteuer Tomb Raider: Underworld erneut auf Tauchstation. Unter Wasser verfügt sie zumindest über eine Harpune. [Xbox 360]Lara Croft geht in ihren neuesten Abenteuer Tomb Raider: Underworld erneut auf Tauchstation. Unter Wasser verfügt sie zumindest über eine Harpune. [Xbox 360]

Das Spiel wurde eindeutig vom Genre-Paten Resident Evil und Filmen wie The Abyss inspiriert. Ein UFO stürzt in der Nähe der Unterwasser-Forschungsstation Big Table ab. Nachdem die Bruchteile des Flugobjekts in die Basis aufgenommen werden, geschehen dort seltsame Dinge, und schon bald tummeln sich Mutanten und Untote in den Gängen - so alt, so bekannt. Die wohl entscheidendste Neuerung für den Spielablauf stellte aber die Atemluft dar. In vielen Missionen war es eure Aufgabe, den Sauerstoff in den jeweiligen Bereichen zu sichern, um nicht einen vorschnellen Tod zu sterben. Weit weniger gruselig, dafür umso zukunftsorientierte geht es in dem Actionspiel Deep Fighter (2000) zu. Hier zieht sich eine fortschrittliche Zivilisation auf den Meeresboden zurück, wird aber durch Naturkatastrophen und den verfeindeten Clan der »Shadowkin« bedroht. Ihr übernehmt die Rolle eines U-Boot-Kadetten, der in diese Wirren hinein geworfen wird. An Bord eines mit elf Waffensystemen ausgerüstet U-Boots gilt es nun, die feindlichen Schiffe abzuwehren und selbst kleinere Rätselaufgaben zu lösen. Besonders die Geschichte hinter Deep Fighter erinnert leicht an den 2007 veröffentlichten Shooter-Hit Bioshock. Nur dass die Entwickler von 2K Games den Aspekt des gescheiterten Utopias deutlich drastischer, aber auch kunstvoller erzählten. Mehr Informationen zu Bioshock findet ihr im Kasten »Die Unterwasser-Revolution«.

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