Activision-Chef - Wut auf Sony - »Vielleicht müssen wir aufhören, Sony zu unterstützen«

Sony unternimmt nach Ansicht von Activision Blizzard zu wenig, um die Verbreitung der Playstation 3 zu fördern.

von Christian Merkel,
19.06.2009 16:05 Uhr

Activision-Blizzard-Chef Bobby Kotick ist kein Freund diplomatischer Worte. In einem Interview mit der britischen Zeitung The Times greift er Sony Playstation-Geschäftspolitik an und droht sogar damit, keine Spiele für die PlayStation 3 machen zu wollen. »Ich bin wegen Sony besorgt. Die Playstation 3 verliert gerade etwas an Schwung und sie machen es mir nicht leicht, diese Plattform zu unterstützen. Es ist teuer, für diese Konsole zu entwickeln, und die Wii und die Xbox verkaufen sich einfach besser. Spiele machen sich auf der Xbox einfach besser bezahlt als auf der PlayStation.«

Dies hat natürlich Konsequenzen, die Kotick in einer eindeutigen Forderung zusammenfasst: »Sie müssen den Preis senken. Denn wenn sie das nicht machen, wird die Anzahl von Spielen, die jeder PlayStation-3-Besitzer kauft, nicht weiter wachsen. Wenn wir realistisch sind, müssen wir vielleicht Sony die Unterstützung entziehen.« Auf die Frage, wann das denn der Fall sein könnte, meint Kotick, dass er schon 2010 oder 2011 eine Überprüfung erwäge, ob Spiele für die Playstation 3 und PSP noch sinnvoll sind.

Bobby Kotick kann es sich erlauben so zu reden. Er steht dem nach Umsatzzahlen gerechnet größten Spielehersteller der Welt vor. Insbesondere Sony profitiert davon. Laut Kotick habe Activision Blizzard letztes Jahr 500 Millionen US-Dollar an Lizenzzahlungen und anderen Dingen überwiesen. Leicht zynisch ergänzt Kotick, dass »dies vermutlich 400 Prozent des Gewinns sind, den sie gemacht haben.«


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