Aliens: Colonial Marines - Gearbox: »Keine Umsatzbeteiligung, kein Klagegrund«

Das Entwicklerstudio Gearbox Software hat eine Klage aus dem vergangenen Jahr zurückgewiesen. Für die Qualität und das Marketing von Aliens: Colonial Marines sei der Publisher Sega ganz alleine verantwortlich, heißt es.

von Tobias Ritter,
01.08.2014 10:04 Uhr

Vor einem Jahr wurden Sega und Gearbox Software wegen Aliens: Colonial Marines verklagt. Das Entwicklerstudio weist nun jegliche Verantwortung für die Qualität des Spiels von sich.Vor einem Jahr wurden Sega und Gearbox Software wegen Aliens: Colonial Marines verklagt. Das Entwicklerstudio weist nun jegliche Verantwortung für die Qualität des Spiels von sich.

Vor etwas mehr als einem Jahr sahen sich Sega als Publisher und Gearbox Software als Entwickler des Science-Fiction-Shooters Aliens: Colonial Marines einer Klage durch die Anwaltskanzlei Edelson LCC ausgesetzt. Der Vorwurf lautete damals, dass die beiden Unternehmen bewusst geschönte Demos des Spiels präsentiert hätten, um so ihre potentielle Kundschaft in die Irre zu führen und zum Kauf des Titels zu animieren.

Außerdem wird in der Klageschrift die Tatsache angeprangert, dass Sega das Embargo für (größtenteils sehr negativen) Tests zu Aliens: Colonial Marines erst am 12. Februar 2013, dem Tag der Veröffentlichung, aufhob, um den Frühkäufern und Vorbestellern diesen Umstand vorzuenthalten.

Die Forderung von Kläger Damion Perrine und seinen Anwälten lauten seit damals: Finanzielle Entschädigung für alle geprellten Käufer.

Zwar haben sowohl Sega als auch Gearbox die Klage anschließend als völlig »unbegründet« zurückgewiesen, allerdings wurde die Verhandlung bis heute noch nicht eingestellt. Wohl auch deshalb versucht sich zumindest das Entwicklerstudio nun anders aus der Bredouille zu ziehen: In einem Gesuch vom 30. Juli 2014 heißt es, dass Gearbox Software nicht eine einzige Auszahlung an Tantiemen oder Honoraren für den mit Aliens: Colonial Marines generierten Umsatz erhalten habe.

Die Verkaufszahlen und damit auch der Umsatz seien so niedrig gewesen, dass die zuvor vereinbarten Boni nicht ausgezahlt worden seien, so die Gearbox-Argumentation

Die einzigen Zahlungen, die das Unternehmen jemals erhalten habe, seien solche für das Erreichen verschiedener Entwicklungsmeilensteine gewesen. Und deren Höhe habe man bereits vereinbart gehabt, bevor auch nur ein Exemplar des Spiels verkauft worden sei, heißt es weiter.

Darüber hinaus sei Aliens: Colonial Marines ein sogenanntes Work-for-hire-Projekt gewesen - also eine reine Auftragsarbeit. Die alleinige Verantwortung für die Inhalte und die Qualität des Projekts liege bei Sega, das außerdem jeden einzelnen Entwicklungs-Meilenstein genehmigt und die Marketing-Kampagne alleine aufgezogen habe.

»Gearbox hat eine Software fertiggestellt und abgeliefert, die genau mit den Anforderungen von Sega übereinstimmte und die von Sega überprüft, freigegeben und akzeptiert wurde«, so Steve Gibson, der Marketing-Vice-President von Gearbox.

Die Anwälte von Gearbox Software sind aufgrund dieser Argumentation der Meinung, dass die Anschuldigungen gegen ihren Mandaten haltlos sind und dass das Unternehmen aus der Klage komplett entfernt werden müsse.

Darüber hinaus hält man bei Gearbox Software eine Sammelklage generell für unangemessen. Es könne gar nicht bewiesen werden, wer genau die fragliche Demo-Version von Aliens: Colonial Marines gesehen und darauf basierend das Spiel überhaupt erst gekauft habe, heißt es.

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