"Aliens sind auch nur Nazis, bloß größer" - Spiegel-Online-Artikel kritisiert Shooter-Einerlei

Auf Konsolenspielen haben sich Handlungs-Stereotype gehalten, die im Kino schon lange nicht mehr funktionieren würden.

von Christian Merkel,
24.02.2009 12:46 Uhr

Killzone 2Killzone 2

Killzone ist zweifelsfrei ein technisch brillanter Shooter. Doch was steckt dahinter? Nicht viel Originelles. Das meint zumindest der Autor Christian Stöcker in einem aktuellen Artikel auf Spiegel Online: "Kaiser Wilhelm II. hätte 'GTA' nicht verstanden. Dagegen hätte er an 'Resistance 2', 'Gears of War 2' und 'Killzone 2' vermutlich seine helle Freude gehabt." Mit diesen Worten fasst er ein Dilemma zusammen, das viele Shooter derzeit plagt. Da die Hersteller auf den globalen Massengeschmack schielen, verkommen die Handlungselemente zu tumben Gut-gegen-Böse-Kriegsszenarien vom Fließband, quasi Zweiter Weltkrieg mit Aliens. Stöcker führt weiter aus: "Narrativ und ideologisch aber sind diese Titel auf dem Niveau eines Weltkriegsfilms aus den Fünfzigern: Böse Aliens als Gegner erlauben rassistische Ausbrüche im Off-Text, wie sie John Wayne sich damals auch gegenüber japanischen Komparsen noch leisten durfte." GTA gilt für Stöcker als eine löbliche Ausnahme inmitten sich sehr ähnelnder Spiele.

Seid ihr auch der Meinung, dass Spiele vom Schlage eines Killzone 2 oder Gears of War 2 nur eine stumpfe Umettiketierung alter Weltkriegs-Romantik ist? Diskutiert mit im Newskommentare-Forum, ob ihr euch bei Gears of War oder doch eher bei GTA IV gut aufgehoben fühlt?

Als Diskussionsgrundlage solltet ihr natürlich auch unseren Gamepro-Test zu Killzone 2 lesen, falls ihr das nicht bereits getan habt.


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