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Auf geht's

Alpha Protocol im Test - Test für Xbox 360 und PlayStation 3

Bourne, Bauer und Bond können einpacken. Der neue Star am Agentenhimmel heißt Thorton, Michael Thorton. SEGAs Alpha Protocol im Test.

von Henry Ernst,
28.05.2010 13:50 Uhr

Alpha Protocol: Operiert nicht immer lautlos: Hauptdarsteller Michael ThortonAlpha Protocol: Operiert nicht immer lautlos: Hauptdarsteller Michael Thorton

Bei Geheimagenten ist alles ein wenig anders. Sie fahren Autos, bei denen Raketenwerfer und Schleudersitz zur Serienausstattung gehören, benutzen Haarpflegeprodukte, die dafür sorgen, dass ihre Frisur auch nach einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd perfekt sitzt, und verprügeln auch mal eine ganze Marine-Einheit im Vorbeigehen. Aber wer hätte gedacht, dass auch die Einstellungsverfahren in die Welt der Spionage dramatisch von dem» Bewerbung hinschicken und zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden«-Schema abweichen? Wer zum Beispiel bei der Geheimorganisation Alpha Protocol einen Job will, kann sich nicht etwa dafür bewerben, sondern wird ausgesucht, entführt, sediert und muss sich seine neue Arbeitsstelle im wahrsten Sinne des Wortes erkämpfen, was ihr im Tutorial von Alpha Protocol auch tut. Nachdem diese Hürde genommen ist, geht es jedoch erst richtig ans Eingemachte, denn Schreibtischjobs sind bei Alpha Protocol Mangelware, weswegen Michael Thorton nach einigen Gesprächen mit Kollegen und Vorgesetzten auch gleich in die Sprichwörtliche Wüste geschickt wird, wo es gilt, die Hintergründe eines feigen Terror-Anschlages aufzuklären.

» Alpha Protocol: Test-Video ansehen

Alpha Protocol: Agenten-Thriller

Alpha Protocol: Auch im Nahkampf ist Agent Thorton höchst gefährlich [360]Alpha Protocol: Auch im Nahkampf ist Agent Thorton höchst gefährlich [360]

Zugegeben, während der ersten Spielminuten in der Wüste Saudi Arabiens fällt es leicht zu vergessen, dass man es bei Alpha Protocol wirklich mit einem Rollenspiel zu tun hat. Man denkt eher an eine Art Splinter Cell in der Wüste, denn ähnlich wie Sam Fisher ist auch Michael Thorton ein Leisetreter allererster Garnitur, der sich am liebsten geduckt vorwärts bewegt und vorzugsweise aus dem Hinterhalt zuschlägt. Gelingt es Thorton, sich unbemerkt an einen Gegner heranzuschleichen, hat man als Controller-Agent zwei Möglichkeiten: Entweder der Bösewicht wird per Handkantenschlag ins Reich der Träume geschickt, oder mit einem kleinen Messer auf Eis gelegt. Also schleichen wir in der Verfolgerperspektive durch karge Felslandschaften und warten auf das Getöse sporadisch auftauchender Wüstenstürme, unter deren staubigen Deckmantel wir einen Wachposten nach dem anderen ausschalten. Spätestens nachdem sich vor unseren Augen ein Terroristencamp ausbreitet, mit unserem Stealth-Latein am Ende. Auf Dächern, Gerüsten und Wachtürmen sind einfach zu viele Gegner, um sich unbemerkt zum eingeblendeten Zielpunkt pirschen zu können.

» Alpha Protocol: Launch-Trailer ansehen

Alpha Protocol: Computer hacken

Alpha Protocol: Einige der Minispiele sind alles andere als einfach, besonders das Hacken kann einen in den Wahnsinn treiben. [360]Alpha Protocol: Einige der Minispiele sind alles andere als einfach, besonders das Hacken kann einen in den Wahnsinn treiben. [360]

Wo man mit Beobachtungsgabe und der gesammelten Schleich-Erfahrung aus unzähligen Tenchu-Metal-Gear-Syphon-Filter-Splinter-Cell-Abenteuern nicht weiterkommt, hilft im Normalfall nur eine weniger subtile Herangehensweise. Wegen der zu geringen Reichweite lassen wir die Pistole im Halfter, nehmen das Sturmgewehr von der Schulter, eröffnen das Feuer. Trotz mehrerer geleerter Magazine hat sich die Gegnerschar keineswegs verringert, der einzig messbare Erfolg dieser Aktion ist eine quakende Alarmsirene, die selbst ein taubes Kamel auf unsere Anwesenheit aufmerksam machen würde. Ein paar Volltreffer aus unzähligen Mündungen später liegt Thorton blutend am Boden und wir entscheiden uns dafür, unseren inneren Rambo zurück zu pfeifen und ein wenig mehr wie ein Rollenspieler vorzugehen. Das bedeutet, wir rufen das Radialmenü auf, wo der erste deutliche Unterschied zu den Kollegen Snake, Fisher und Bond auf uns wartet: Anstatt sich auf Gimmicks und Gadgets zu verlassen, greift Thorton auf spezielle Fähigkeiten zurück. Wir entscheiden uns für »gesteigerte Aufmerksamkeit« und siehe da: Für einen bestimmten Zeitraum werden nicht nur die Aufenthaltsorte der Gegner, sondern auch ihre aktuelle Blickrichtung anhand von Pfeilen eingeblendet. Nachdem wir uns unbemerkt über Dächer geschlichen und das Bond-Thema vor uns hin summend an einem gespannten Drahtseil hinab gerutscht sind, stehen wir endlich vor dem Computer, den es zu knacken gilt.

Alpha Protocol: In diesem Minispiel müsst ihr die korrekten Schaltkreise aktivieren. [360]Alpha Protocol: In diesem Minispiel müsst ihr die korrekten Schaltkreise aktivieren. [360]

Im Gegensatz zu anderen Spielen ist das Eindringen in Computer in Alpha Protocol eine wirkliche Herausforderung für die Hand-Auge-Koordination. Nach mehreren Versuchen haben wir die Mission geschafft und dürfen nun einen beruflichen Hintergrund (Spion, Söldner, Ingenieur, Commando) wählen. Diese Wahl entscheidet darüber, welche Attribute eures Charakters besonders ausgebaut werden können. Bevorzugt ihr zum Beispiel Spion, dürft ihr wesentlich mehr Fähigkeitspunkte in die Attribute Spion (Schleichen), Pistole und Kampfsport investieren. Wer darauf keine Lust hat, legt selbst drei Spezialisierungen fest, und erschafft sich einen Agenten nach seinem Geschmack.

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