Angry Birds - »Piraterie nicht zwingend schädlich«

Der Chef des Entwicklers Rovio ist davon überzeugt, dass Piraterie in gewisser Hinsicht auch gut fürs Geschäft sein kann. Alle Raubkopierer vor Gericht zu zerren ist seiner Meinung nach völlig nutzlos.

von Florian Inerle,
31.01.2012 14:52 Uhr

Täglich spielen mehr als 30 Millionen Menschen Angry Birds.Täglich spielen mehr als 30 Millionen Menschen Angry Birds.

Im Zuge der Midem Konferenz in Cannes sprach der Chef des Entwicklers Rovia Mikael Hed über Piraterie. Diese sei seiner Meinung nach in gewisser Hinsicht keine schlechte Sache, denn durch Raubkopien könne man noch mehr neue Fans gewinnen. Jedoch unterscheidet Hed dabei verschiedene Arten der Piraterie.

So sei die illegale Verbreitung des erfolgreichen Puzzlespiels Angry Birds zwar ein Problem, man habe jedoch weitaus größere Schwierigkeiten mit nicht-lizensierten Produkten: »Wir haben ein paar Probleme mit Piraterie, nicht nur beim Spiel [Angry Birds], sondern speziell mit Verbrauchsgütern. Es gibt Tonnen von Artikeln, speziell in Asien, die nicht offiziell lizensiert sind«, so Hed.

Der Entwickler Rovio habe auch aus den Fehlern der Musik-Industrie bezüglich der Maßnahmen gegen Piraterie gelernt. »Wir haben von der Musik-Branche gelernt, dass man Käufer nicht wie Benutzer, sondern wie Fans behandeln muss«.

Im Oktober 2011 vermeldete das Unternehmen, dass Angry Birds seit dem Release bereits mehr als 400 Millionen Mal heruntergeladen wurde. Täglich spielen laut Rovio rund 30 Millionen Menschen mindestens eine Runde.


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