Fazit: Assassin’s Creed Unity im Test - Freiheit, Schönheit, Beliebigkeit

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Fazit der Redaktion

Heiko Klinge: Ja, Black Flag war ein großartiges Spiel. Mit der ursprünglichen Serienidee hatte es aber ungefähr so viel zu tun wie die Abstergo-Hintergrundgeschichte mit einem roten Faden. Entsprechend habe ich es regelrecht genossen, mich einfach nur auf die Kerndisziplinen eines Assassinen konzentrieren zu können: schleichen, meucheln, flüchten. Das alles in einer der faszinierendsten Kulissen, die ich bislang in einem Spiel erleben durfte. Der eigentliche Star von Unity heißt nämlich nicht Ezio … pardon … Arno, sondern Paris. Die erste Erkletterung von Notre Dame gehört zu den ganz wenigen Momenten, an die ich mich noch mein ganzes Spielerleben erinnern werde.

Umso mehr ärgere ich mich, wie unnötig und frech mich Ubisoft immer wieder mitten im Spiel aus der Immersion reißt. »Hey, besuch doch mal unsere Website!« Oder noch schlimmer: »Sorry, um die Kiste zu öffnen, musst du auch unsere App zocken!« Da fehlt nicht mehr viel zur Werbepause. Ich will beim Spielen verdammt nochmal meine Ruhe haben und vor allem für mein Geld das komplette Programm bekommen!

Unter dem Strich ist der Serienneustart dennoch gelungen. Unity konzentriert sich endlich wieder auf das Wesentliche eines Meuchelspiels und ist ganz nebenbei auch spürbar anspruchsvoller geworden. Das reicht in meiner persönlichen Assassin's-Creed-Rangliste für einen guten Platz 2 hinter Assassin's Creed 2. Mehr als ich erwartet hatte.

Sebastian Stange: Am Anfang tat ich mich schwer mit Unity. Ähnlich wie in Assassin's Creed 3 zog sich der Spieleinstieg zu lange hin. Und ich traute dem Spiel anfangs nicht zu, das revolutionäre Szenario gut zu nutzen. Doch je länger ich spielte, je mehr Fähigkeiten ich freischaltete und je besser ich mich mit den Stärken und Schwächen der verschiedenen Spielsysteme beschäftigte, desto mehr wuchs meine Begeisterung. Insbesondere der detaillierte Schauplatz, das fabelhafte Paris der Revolution, hat es mir angetan. Die virtuelle Stadt wirkt glaubwürdig, dicht und spannend. Das Ensemble aus Haupt- und Nebenfiguren ist durchweg sympathisch und bis zum Ende von Arnos Abenteuer war ich stets motiviert, weiterzuspielen.

Doch danach war die Luft rasch raus. In diesem Serienteil habe ich keine Lust, alle Nebenziele zu erfüllen. Zu belanglos fallen die Belohnungen dafür aus, zu vertraut wirken viele Aufgaben. Ein Spiel, das ich praktisch mit Haut und Haaren verschlingen und zu 100 Prozent beenden will, ist Unity nicht geworden. Diesbezüglich konnte mich Assassin's Creed 4: Black Flag deutlich länger fesseln.

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