BioShock Infinite - »Der größte Fehler ist, die Gegenwart für die Zukunft zu halten.«

Ken Levine, Chef beim BioShock-Entwickler Irrational Games, über den Irrsinn, Entwicklungen in der Spielebranche zu prognostizieren.

von Daniel Feith,
17.11.2011 12:40 Uhr

Im Interview mit der englischsprachigen Webseite Industrygamers, äußert sich der Chef des Entwicklerstudios Irrational Games ( BioShock , BioShock Infinite ) über Spekulationen, in welche Richtung sich die Spielebranche entwickelt:

»Ich denke, wenn dir heute jemand erzählen will, wo [die Spieleindustrie] in zehn Jahren sein wird, und er dabei sehr viel Überzeugung ausstrahlt, dann will euch etwas verkaufen. Die Industrie ändert sich so schnell, dass wir als Entwickler nicht mehr tun können, als unser Ohr aufs Gleis zu legen. Außerdem glaub ich, das wichtigste ist (...): "Verwechselt nicht die Gegenwart mit der Zukunft." Das passiert bei Trends ziemlich oft. Jeder kommt an mit: "Oh, Social Games. Da ist die Zukunft!" Sobald der Goldrausch einsetzt, ist das Gold normalerweise längst weg. (...)

Ich wäre ja begeistert, wenn ich wüsste, was in sechs Monaten oder in einem Jahr ist. Dann würde ich den Überblick behalten und flexibel reagieren, wenn ich mich irre. Aber ich glaub, der größte Fehler, den die Leute machen ist nicht, die Zukunft zu prophezeien, sondern zu denken die Gegenwart sei die Zukunft. Das versuche ich zu vermeiden.«

Ken Levines kommendes Spiel, BioShock Infinite, soll noch 2012 erscheinen. Zumindest, wenn man Prognosen aus der Vergangenheit glaubt.


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