Blick in die Zukunft - Ungarische Wissenschaftler sehen Aktionen von Spielern voraus

Interessante Berichte liegen vor.

von Volker Stuckmann,
31.08.2007 13:58 Uhr

Nicht nur die künstliche Intelligenz vieler PC-Spiele ist allzu oft berechenbar. Auch das Handeln der menschlichen Spieler vor den Bildschirmen lässt sich allem Anschein nach recht gut vorhersehen. So haben die beiden ungarischen Wissenschaftler Laszlo Laufer und Bottyan Nemeth laut der Website NewScientist nun einen Weg gefunden, die Tastatur-Eingaben von Spielern vorherzusagen.

Als Test-Objekt diente den Forschern das Casual-Game YetiSports Jungle Swing, bei dem der Spieler einen Yeti von Ast zu Ast springen lässt. Ähnlich einem Lügendetektor maßen Laufer und Nemeth Herzfrequenz, Leitfähigkeit der Haut sowie die Hirnströme der spielenden Probanden und werteten die gesammelten Daten in Verbindung mit den Eingabe-Kommandos aus. Das überraschende Ergebnis: Schon die Leitfähigkeit der Haut, die sich etwa durch Schweißbildung verändert, reicht aus, um die Aktion der Spieler vorhersagen.

Mögliche Einsatzgebiete der Vorhersage-Technik sieht Laufer in nahezu allen Lebensbereichen, in denen eine zuverlässige Entscheidungshilfe von Vorteil wäre. Piloten etwa könnten ihre Reaktionszeit im Luftkampf oder in anderen brenzligen Situationen drastisch reduzieren. Doch auch Computerspiele könnten vom Ansatz der Ungarn profitieren, so Laufer. Sogenannte »Frustrations-Spiele« könnten die Aktionen der Spieler voraussehen, sich an diese anpassen und dem Spieler auf diese Weise immer einen Schritt voraus sein. Ob sich Frustration aber tatsächlich als Spielanreiz eignet, wird die Zukunft zeigen müssen.


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