Bodycount - Designer schimpft - "Realismus ist unwichtig"

Stuart Black, Macher von Black und Bodycount, ledert gegen Electronic Arts und gegen unnötigen Realismus in Spielen.

von Daniel Feith,
27.04.2010 11:51 Uhr

Stuart Black, derzeit Designer bei Codemasters Guildford und Kopf hinter dem kommenden Shooter Bodycount, ledert im Interview mit dem Guardian gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber Electronic Arts und baut auf die Zusammenarbeit mit Codemasters.

»Die individuellen Leute hinter einem Spiel zählen. Darauf wird nicht genug geachtet. (...) Blizzard zum Beispiel oder Valve, die haben Kontinuität beim Besetzen ihrer Stellen und das merkt man an ihrer Software. Sie bauen die Ideen und Themen hinter ihren Spielen aus, die Titel gewinnen dadurch nach und nach dazu. Die Teams hingegen, die sich dauernd verändern, stolpern. Nehmen wir mal EA als Beispiel. Ich glaube [EA] hat nicht viel Respekt gegenüber Individuen in Teams. Die einzelnen Teammitglieder sind nur Bausteine, die sie wahllos zusammenbauen.«

Von Realismus in Spielen hält Stuart Black wenig. Wie sein Vorgänger im Geiste Black wird sich Bodycount um spektkulären Schießereien drehen, die wenig mit der Realität zu tun haben.

»Wenn Realismus dem Spiel nicht nützt, zur Hölle damit. Ich kenne Codemasters schon mein ganzes Spielerleben lang, haba aber nie darüber nachgedacht, für sie zu arbeiten. (...) Als ich hierher kam war ich beeindruckt von der Einstellung gegenüber dem Entwicklungsprozeß. Ich fühlte, dass ich hier kreative Freiheit und Kontrolle bekommen würde und genau das entwickeln könne, das ich möchte.«

Bodycount soll 2011 für die Xbox 360 und die PlayStation 3 erscheinen.


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