Brütal Legend nicht mehr vor Gericht - Einigung erzielt

Activison Blizzard und Electronic Arts streiten sich nicht mehr vor Gericht wegen Brütal Legend.

von Christian Merkel,
07.08.2009 12:54 Uhr

Das Musikspiel Brütal Legend landet doch in den Konsolen der Spieler und nicht im Giftschrank eines Gerichts. Wie die Nachrichtenagentur The Associated Press meldet, sei die letzte Anhörung in Sachen Brütal Legend mit den Gegnern Activsion Blizzard und Electronic Arts ausgefallen. Laut dem Anwalt von Activision Blizzard sei ein Vergleich erzielt worden. Deswegen sei die Gerichtsverhandlung fürs erste unterbochen. Noch hat das zuständige Gericht nicht darüber informiert, dass die Einigung final sei. Außerdem gibt es keine Informationen über den Inhalt der Vereinbarung. Man kann davon ausgehen, dass Electronic Arts dem Konkurrenten eine Ausgleichszahlung für die bereits entstandenen Entwicklungskosten zahlt.

Im Juli 2008 vereinigten sich die beiden Spielefirmen Activision und Vivendi in einen großen Konzern. Nicht alle Spiele von Vivendi wurden dabei übernommen, weil sie nicht mehr zum Gesamtkonzept des neuen Mega-Unternehmens Activision Blizzard passten. Brütal Legend war eines der leidtragenden Spiele. Wenige Monate später im Dezember 2008 tauchte der Titel wieder aus der Versenkung auf. Electronic Arts hatte sich die Vertriebsrechte für Brütal Legend gesichert. Ein Schnäppchen für EA: Vivendi gab dem Entwickler Double Fine schon 15 Millionen US-Dollar, damit die Programmierarbeiten bezahlt werden konnten. Da beide Firmen im Streit wegen verpasster Termine auseinandergingen, konnten sie sich nie auf einen geregelten Auflösungsvertrag der Vertriebsvereinbarung festlegen. Zwei Klagen später sollte ein Gericht regeln, wem Brütal Legend gehört und ob Schadensersatz gezahlt werden muss.

Brütal Legend für Xbox 360 und Playstation 3 soll im Oktober 2009 erscheinen.


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