Bugs in Spielen bald Garantiefall? - EU will Verbraucherschutz ausweiten

Müssen Bugs bald auf Garantie behoben werden?

von Andre Linken, Georg Wieselsberger,
10.05.2009 14:31 Uhr

Softwareentwickler könnten bald für die Sicherheit, Effizienz und Funktion ihrer Produkte verantwortlich gemacht werden, wenn es nach einem neuen Vorschlag der EU-Kommission in Sachen Verbraucherschutz geht. Die beiden Kommissare Viviane Reding und Meglena Kuneva haben einen Gesetzentwurf eingereicht, nach denen die bisher nur für materielle Produkte geltenden Vorschriften auch auf Software ausgeweitet werden sollen. Ausdrücklich werden darin auch Spiele genannt.

Die Kunden sollen das gleiche grundsätzliche Recht auf ein funktionierendes Produkt zu fairen Bedingungen erhalten, wie bei jedem Kauf einer anderen Ware auch. Die Business Software Alliance (BSA), zu der Größen wie Microsoft, IBM oder Apple gehören, hat den Plan bereits scharf kritisiert. Digitale Inhalte seien keine greifbaren Dinge und sollten daher auch nicht den gleichen Regeln unterworfen werden wie ein Toaster. Man könne bei Software nicht absolut sicher vorhersagen, wie sie genutzt und wie leistungsfähig sie sein werde. Dies hänge auch davon ab, wo sie eingesetzt und ob sie auf dem neuesten Stand gehalten werde. Außerdem würde die vorgeschlagene Regelung jede Software einschließen, selbst Beta-Versionen oder Open-Source-Programme.


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