Child of Light im Test - Lichtgestalt

Die Far-Cry-3-Macher probieren sich an einem japanischen Rollenspiel. Und ziehen uns damit von der ersten Sekunde an in ihren Bann. Dass Child of Light aber auch seine Schattenseiten hat, zeigen wir im Test.

von Thomas Wittulski,
28.04.2014 18:00 Uhr

Child of Light - Test-Video zum Wasserfarben-Rollenspiel Child of Light - Test-Video zum Wasserfarben-Rollenspiel

Malerische Landschaften, interessantes Fertigkeiten- und Crafting-System sowie spannende Kämpfe - das Rayman-Grafikgerüst UbiArt Framework und die Far-Cry-3-Macher demonstrieren eindrucksvoll, dass sie auch Rollenspiele können. Auch wenn Child of Light etwas an der fehlenden Abwechslung kränkelt - das Aquarell-Rollenspiel mit japanischem Einschlag ist den Download wert.

Child of Light
Genre: Rollenspiel
Release: 30.04.2014

Licht ins Dunkel

Als Aurora ihre Augen in der Märchenwelt Lemuria das erste Mal öffnet, möchte sie nur eines - nach Hause. Doch dem Mädchen mit den feuerroten Haaren wird eine Aufgabe zuteil, die über das Schicksal der Welt entscheidet. Sonne, Mond und Sterne müssen zurück an ihren ursprünglichen Platz gebracht werden, die Dunkle Königin hat sie gestohlen. Wie Rayman läuft und hüpft (und fliegt) Aurora durch die Levels; trifft sie auf Gegner, schaltet das Spiel in einen rundenweisen Rollenspiel-Kampf um.

Glücklicherweise ist das Mädel auf seiner langen Reise nicht allein. So trifft sie schon zu Beginn auf das freundliche Glühwürmchen Igniculus, das nicht nur in puncto Aussehen Murphy aus Rayman Legends ähnelt. Es hilft uns beim Vorankommen in der 2D-Welt, beim Lösen von einfachen Schieberätseln, sammelt Lebens- und Manapunkte und steht uns im Kampf zur Seite. Und: Ein zweiter Spieler kann den fliegenden Leuchtknäuel steuern. Allein geht's aber auch, dann manövrieren wir Igniculus - wie Murphy - mit dem rechten Stick des Controllers durch die Gegend.

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Mit der Zeit stoßen weitere Charaktere zu unserem kleinen Grüppchen, etwa die Hofnärrin Rubella oder der bärtige Zauberzwerg Finn. Sichtbar werden die aber nur in den Textfeld-Dialogen und während der Kämpfe.

Tod dem Schatten

Da stehen wir: die schmächtige Aurora mit ihrem Schwert und die staksige Rubella. Deren Narrenkostüm lässt Gegner nicht gerade vor Angst erblassen. Das Erscheinungsbild unseres Gegenübers dafür uns - die drei furchteinflößenden Köpfe einer Hydra gucken uns angriffslustig an. Etwa haushoch. Und beinahe genauso überlegen. Auf dem Papier.

Unsere Chance ist das bis hierhin erworbene Wissen. Und Taktik. Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab, ein Zeitsystem ähnlich dem Active Time Battle aus Final Fantasy 6 gibt vor, wann welcher Charakter an der Reihe ist.

Test für PlayStation 3, Xbox 360 und Wii U folgt
Wir konnten Child of Light bislang nur für die PlayStation 4 und die Xbox One testen. Unsere Eindrücke zu den Fassungen für Wii U, Xbox 360 und PlayStation 3 liefern wir nach, genau wie die dazu passenden Wertungskästen.

Das zeitbasierte Kampfsystem erinnert etwas an Final Fantasy 6.Das zeitbasierte Kampfsystem erinnert etwas an Final Fantasy 6.

Jede Aktion, ob Angriff, Verteidigung oder Zauber, benötigt ab der Auswahl eine gewisse Zeit, bis sie ausgeführt wird. Die Vorbereitungszeit von Gegnern nutzen wir deshalb, um sie mit einer schwachen, aber schnell ausgeführten Offensivaktion zu unterbrechen. Den daraus gewonnenen Zeitvorteil wiederum, um Finn seinen aufwändigen Monsunzauber auf einen der Hydraköpfe niederregnen zu lassen.

Damit wären wir beim Punkt »Wissen«: Der feurige Schädel reagiert nämlich extrem allergisch auf Wasser, der Blitzschädel auf Erdzauber. Jeder Gegnertyp verträgt eine Angriffsart besonders schlecht, ist dafür gegen andere wiederum beinahe resistent. Das gilt für die Hydra genauso wie für alle weiteren Widersacher.


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