Crackdown 3 - Zerstörung wie nie zuvor

Crackdown 3 hebt die Zerstörung in Open-World-Spielen auf eine Stufe, die man bisher nicht für möglich gehalten hat.

von André Peschke,
06.08.2015 10:00 Uhr

Crackdown 3 - Video-Fazit: Mit Cloud-Rechenpower zu neuer Größe? 2:26 Crackdown 3 - Video-Fazit: Mit Cloud-Rechenpower zu neuer Größe?

Wir haben auf der Gamescom eine Live-Demo von Crackdown 3 gesehen, die uns die Kinnlade runterfallen lies. Indem das Spiel Physikberechnungen in die Cloud auslagert, können bis zu vier Spieler eine komplette, offene Spielwelt in Schutt und Asche legen. Aber wie weitreichend lässt sich die Technik wirklich im Spiel einsetzen?

Auf Microsofts Xbox-Showcase zeigt der Publisher erstmals eine frühe Version von Crackdown 3. Statt einer typischen Gameplay-Vorführung, gab es aber eher eine Art Tech-Demo zu sehen um die allumfassende Zerstörungsmechanik des Open-World-Spiels zu illustrieren. Die wichtigsten Features im Überblick:

  • Granulare Zerstörung mit kleinkalibrigen Waffen. Wände lassen sich durch Dauerbeschuss mit Pistolen und Maschinengewehren Stück für Stück abtragen.
  • Die gesamte offene Spielwelt ist zerstörbar. Selbst große Strukturen wie Gebäude lassen sich zum Einsturz bringen.
  • Die Zerstörung ähnelt in ihrem Umfang dem Spiel Red Faction Guerilla, ist aber erheblich fortschrittlicher in ihrer Darstellung. Umstürzende Gebäude zertrümmern sogar Objekte in der Umgebung physikalisch überzeugend, wenn sie darauf stürzen.

In der Kampagne schlüpft man wie in den Vorgängerspielen in die Rolle eines Agenten. In der Kampagne schlüpft man wie in den Vorgängerspielen in die Rolle eines Agenten.

  • Vier Spieler dürfen im Koop-Modus frei herumwüten und alles in Schutt und Asche legen. Microsoft will hierfür einen eigenen Spielmodus anbieten, den man als »Destruction Playground« bezeichnet.
  • Ob das gleiche Maß an Zerstörung auch in allen anderen Spielmodi erreicht wird, ist bisher noch unklar.

Mehr:Kolumne - Zerstörung aus den Wolken

  • Die erstaunlichen Physikeffekte werden allerdings laut Microsoft erst durch die Auslagerung von Berechnungen in die Cloud erreicht. Je nach Ausmaß der Zerstörung werden dabei zusätzliche Cloud-Server zugeschaltet. Die Konsole muss beim Spielen von Crackdown 3 dementsprechend immer mit dem Internetverbunden sein. Da die Kampagne laut Microsoft auch offline gespielt werden kann folgt daraus, dass die fortschrittliche Physik zumindest beim Offline-Spiel dort nicht zur Verfügung stehen kann.
  • Den Entwicklern zurfolge erreichen die Physikberechnungen dank der Cloud die Leistung von bis zu zehn Xbox-One-Systemen.

Das riesige Stadtgebiet lässt sich zumindest im Destruction Playground komplett zerstörbar.Das riesige Stadtgebiet lässt sich zumindest im Destruction Playground komplett zerstörbar.

  • In der Demonstration war die Stadt unbelebt: Keine Passanten, keine Fahrzeuge - nur die Stadt und großflächige Zerstörung durch die Koop-Spieler wurden gezeigt. Auch war kein wirkliches Gameplay zu sehen. Crackdown 3 macht den Eindruck eines Spiels, dessen Entwicklung noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.
  • Die Entwickler betonten, man wolle konsequent auf einen hohen Interaktionsgrad mit der Spielwelt setzen. Zusammen mit dem interessanten technischen Ansatz macht Crackdown 3 daher einen sehr vielversprechenden Eindruck.
  • Im Einzelspieler-Modus bekämpfen wir wieder das Verbrechen. Insbesondere kämpfen wir gegen Crime-Lords. Gezeigt wurde ein asiatisch aussehender Charakter mit Narben im Gesicht.
  • Unser Held verbessert sich wie in den Vorgängern automatisch durch den Einsatz seiner Fähigkeiten in den Bereichen Agilität, Waffen, Stärke, Sprengstoffe und Fahren
  • Durch unseren Kampf gegen das Verbrechen machen wir die Crime-Lords wütend. Angezeigt wird das im neuen Hate-Meter, das sich immer weiter füllt. Ist eine Stufe des mehrstufigen Balkens gefüllt, löst das eine Vergeltungsaktion des Crime Lords gegen uns oder die Zivilbevölkerung aus.

Crackdown 3 - Cloud-Technologie im Demo-Video 3:46 Crackdown 3 - Cloud-Technologie im Demo-Video


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