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Inhaltsverzeichnis

Crank - Langsam sterben war gestern!

Lest hier, ob sich der Besuch des überdrehten Action-Krachers lohnt, und staubt bei unserem Gewinnspiel coole Preise ab!

von Kai Schmidt,
11.09.2006 10:31 Uhr

Crank handelt von dem Auftragskiller Chev Chelios, der beim Aufwachen feststellt, dass er mit einer synthetischen Substanz vergiftet wurde. Nach und nach dämmert Chev, dass er ständig Adrenalin produzieren muss, wenn er am Leben bleiben will. Ihm bleibt bis zum unweigerlichen Herzstillstand nicht viel Zeit, um sich an den Verantwortlichen zu rächen. Auf seinem aberwitzigen Weg durch die Straßen von Los Angeles richtet er notgedrungen ein Chaos nach dem anderen an und versucht auch noch, sich von seiner Freundin zu verabschieden.

Die Prämisse von Crank erinnert etwas an Speed auf zwei Beinen: Wenn du stoppst, bist du tot! Und so hangelt sich Jason Statham (The Transporter, Snatch) als vergifteter Killer von einer unglaublichen Situation in die nächste. Um seinen Adrenalinpegel aufrecht zu halten, zettelt er beispielsweise eine Schlägerei mit Schwarzen an, lässt sich im Krankenhaus einen Elektroschock verpassen, fährt freihändig und mit geschlossenen Augen auf einem Motorrad durch die Stadt, rauscht beim Telefonieren mit dem Auto durch ein Einkaufszentrum oder wird mit seiner Freundin auf offener Straße intim. Das Tempo des Films passt sich durch rasend schnelle Schnitte und Kameraschwenks oder betont ruhig inszenierte Passagen an den momentanen Zustand des Herzens unseres Anti-Helden an: Ist das Organ kurz vor dem Versagen, wechselt das Geschehen etwa in eine Zeitlupe, nur um nach dem nächsten Adrenalinschub wieder richtig loszulegen.

Bei einem Film wie Crank ist Humor eine wichtige Komponente. Und tatsächlich ist die Rachestory mit einer gehörigen Portion schwarzen Humors gewürzt, der in den unmöglichsten Situationen zum Tragen kommt. Auch die Art der Inszenierung trägt viel zum Unterhaltungswert des Films bei: Bestimmte Stellen sind untertitelt, um etwa wichtige Dinge zu unterstreichen, die in Dialogen erwähnt werden, oder einfach, wie üblich, um fremde Sprachen zu übersetzen. Die Untertitel werden gelegentlich für amüsante Effekte genutzt: Gegen Ende ist Chev mit Drogen aufgepumpt und halluziniert, dass er sich in einem Aufzug mit einem Japaner unterhält. Bei den japanischen Passagen sieht man den Asiaten aus Chevs Sicht, und die Worte sind untertitelt. Plötzlich wechselt die Kamera aber zur Perspektive des Japaners, und der Zuschauer erblickt die Rückseite der Untertitel, während Chev ihn nur blöde starrt.

Die spritzige Leichtigkeit des Films geht leider mit zunehmender Laufzeit etwas verloren, was aber stark mit Chevs kritischem Gemüts- und Gesundheitszustand zusammenhängt. Das Finale ufert in ein wüstes Blutbad aus, das dem (bis dahin auch nicht gerade zimperlichen) Film wohl letztendlich auch die Erwachsenenfreigabe bescherte. In seiner überdrehten Art und dem Sprung von einem »Level« zum nächsten erinnert Crank stark an gängige Videospiele wie etwa GTA. Das wird dem Zuschauer auch von der Titeleinblendung, einem pixeligen Crank-Schriftzug mit pochendem Herzen in C-64-Optik darunter, gleich zu Beginn klar gemacht.


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