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Crank 2: High Voltage - Filmkritik - Blu-ray-Besprechung des Actionkrachers

Hochspannung oder viel Lärm um Nichts? Kai hat sich die Fortsetzung »Crank 2« vorgeknöpft und verrät euch, ob sich der Kauf der Blu-ray lohnt.

von Kai Schmidt,
09.10.2009 15:26 Uhr

»Crank 2« führt den Vorgänger konsequent fort: Entsprechend des Storytwists, dass Chev Chelios (Jason Statham) den Sturz aus dem Hubschrauber am Ende des ersten Teils tatsächlich überlebte, wird alles noch zwei Spuren abgefahrener inszeniert. Chelios wird als Organlager missbraucht, weil ein Triaden-Obermotz (David Carradine in einer seiner letzten Rollen) unbedingt das stärkste Herz der Welt, das sogar dem gefürchteten Synthetikgift aus Teil 1 widerstand, in seiner Brust haben will.

Um Chelios als Ersatzteillager weiter am Leben zu halten, pflanzt man ihm ein minderwertiges Kunstherz ein. Doch Chev ist wieder voll da, als die Organhändler in seinem Beisein über die nächste Transplantation reden: Sie wollen sich Chevs Gemächt unter den Nagel reißen! Das geht entschieden zu weit, also macht er alle platt und begibt sich auf die Suche nach seinem Herzen. Die Akkus der Kunstpumpe muss Chev allerdings regelmäßig aufladen, was zu unheimlichen Begegnungen mit Autobatterien, Verteilerkästen oder gar einer Hochspannungsleitung führt.

Der Film ist genauso hyperaktiv wie sein Vorgänger, und dreht sogar noch weiter an der Crank-Schraube: Einlagen wie der Godzilla-Kampf, in dem sich Chev und sein Gegner (stilecht in billige Gummikostüme gezwängt) inmitten einer Miniaturlandschaft die Qualle aus dem Drömel hauen, sind so abgedreht, und hanebüchen, dass sie in jedem anderen Film deplatziert wirken würden. Nicht so in »Crank 2«, der sich stellenweise wie ein Looney Tunes-Cartoon anfühlt, wenn sich Chev gleich einem bewaffneten Duracell-Hasen durch die Gegner ballert. Diese wunderbare Leichtigkeit wird aber von einigen wirklich heftigen Gewaltausbrüchen begleitet, die so nicht unbedingt hätten sein müssen. Als Beispiele möchte ich die Schießerei in einem fahrenden Auto erwähnen, bei der dem Fahrer plötzlich die Eingeweide aus dem Bauch quillen, oder auch die Szene, in der sich ein Handlanger aus Respekt vor dem Boss selbst die Brustwarzen abschneidet. Solche Sachen sind selbst mir ein wenig zu heftig. Sie passen einfach nicht so recht zum ansonsten eher locker-leichten Grundton des Films. Völlig daneben sind hingegen die scheinbar komisch gemeinten Szenen mit einem am Tourettesyndrom leidenden Helfer Chevs. Lachen konnte ich darüber nicht. Natürlich können selbst solche derberen Späße in einem Film funktionieren, den Machern von »Crank 2« fehlt dazu aber scheinbar das Gespür.

»Crank 2« erscheint in insgesamt drei Fassungen: als ungekürzte Version mit SPIO/ JK-Freigabe (DVD und Blu-ray), um drei Minuten gekürzt mit FSK »keine Jugendfreigabe« (ebenfalls DVD und Blu-ray) sowie als um satte 9 Minuten erleichterte FSK-16-DVD. Die knapp 70-minütigen Extras der Blu-ray können sich sehen lassen: Vom Audiokommentar mit Bild-im-Bild-Funktion über interessante Featurettes findet der geneigte Zuschauer viele Informationen zur Entstehung des Films.

Technisch gehört »Crank 2: High Voltage« zur Oberliga der derzeit erhältlichen Blu-rays. Zwar ist der Film zweimal auf der Disk abgelegt (deutsches und amerikanisches Bildmaster wegen der Texteinblendungen im Film), doch Bild und Sound wirken vor allem mit der richtigen Heimkinoanlage und einem Beamer absolut beeindruckend.

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