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Crazy Taxi: City Rush im Test - Taxi auf Raten

Vereinfacht, verkürzt, verhackstückt: Mit Crazy Taxi: City Rush biegt Sega in die Free-2-Play-Allee ab. Warum dem anfänglichen Geschwindigkeitsrausch schnell ein leerer Tank folgt, klären wir im Test.

von Jan Knoop,
14.07.2014 17:10 Uhr

Die ersten Zweifel hätten kommen müssen, als der Titel des Spiels im Hauptmenü aufleuchtet: Unter dem weißen Schriftzug »Crazy Taxi« steht golden und glänzend City Ru$h - das Dollarzeichen im Namen gibt den ersten Hinweis darauf, wie wichtig der schnöde Mammon im neuesten Teil der Taxi-Raserei ist. Fans der Serie müssen jetzt ganz tapfer sein: Die In-App-Kauf-Krake greift noch schlimmer um sich als in Trials Frontier.

In manchen Ländern ist Crazy Taxi: City Rush schon verfügbar, in den nächsten Wochen soll es auch im Deutschen App Store zur Verfügung stehen.

Wisch-Taxi

Das Prinzip von Crazy Taxi: City Rush könnte simpler nicht sein: Wir fahren in einem Taxi durch ein übersichtliches Stadtviertel, um unsere Gäste unter Zeitdruck an bestimmten Checkpoints aussteigen zu lassen. Um dorthin zu kommen, müssen wir fast nichts machen: Das Auto beschleunigt automatisch und hält sogar die Fahrspur selbstständig, wir müssen lediglich in eine Richtung wischen oder den Bildschirm für einige Sekunden berühren, um Hindernissen auszuweichen oder rechtzeitig abzubiegen.

Den richtigen Weg zeigt ein eingeblendetes Navi ein. Am Zielort malträtieren wir zusätzlich die Bremse, die auf dem Bildschirm aufblinkt, und zur Beschleunigung gibt es noch einen Boost-Knopf, der die begrenzten Nitroreserven des Taxis anzapft.

Anfänglich macht das Spiel in seiner simplen Form sogar richtig Spaß: Wir fahren durch den Verkehr, weichen in letzter Sekunde um die Kurve rasenden Rettungswagen aus und springen dank Transportfahrzeugen, die wir als Schanze missbrauchen können, durch die Lüfte. Und wenn man gut aufpasst, überfährt man dabei nicht mal allzu viele Fußgänger.

Tuning-Diamanten

Das große Problem von Crazy Taxi: City Rush taucht erst nach einigen gespielten Missionen auf und drängt sich anfänglich noch nicht allzu sehr in den Mittelpunkt: die In-App-Käufe. Können wir anfänglich noch alle Missionen mit unserem Startvehikel bestreiten, müssen wir für spätere Aufträge in die Werkstatt, um dort unser Taxi tunen zu lassen: Motor, Räder, Rahmen und Nitro lassen sich stufenweise verbessern, um die immer knapper werdenden Zeitlimits einzuhalten. Dass die Teile immer teurer werden, versteht sich von selbst. So müssen wir wieder und wieder eine der zufällig generierten Missionen auswählen, um Geld zu sammeln - oder wir zahlen mit Echtgeld-Diamanten.

Immerhin sind die Kunden in City Rush leichtgläubig und schnell um ihr Geld zu bringen: Wer viele waghalsige Stunts durchführt und besonders schnell ist, stellt dies den Fahrgästen als Bonusprämie in Rechnung. Besonders spendierfreudig sind die Kunden allerdings, wenn wir unser Taxi mit allerlei Objekten verzieren: Ein großes Auge auf der Motorhaube, verchromte Felgen und eine riesige Rakete auf dem Kofferraum sind echte Hingucker, von denen sich die Gäste offensichtlich Unterhaltung versprechen.

Immer wieder bietet uns das Spiel an, Käufe mit Echtgeldwährung zu tätigen – gerade bei klammer Kasse wird so mancher Spieler in Versuchung geführt.Immer wieder bietet uns das Spiel an, Käufe mit Echtgeldwährung zu tätigen – gerade bei klammer Kasse wird so mancher Spieler in Versuchung geführt.

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