Crisis Core: Final Fantasy VII im Test - Review für Sony PSP

»Drei Freunde ziehen in die Schlacht. Einer wird festgenommen. Einer fliegt davon. Der Letzte wird ein Held.« - Loveless Akt IV

von Nino Kerl,
19.06.2008 16:14 Uhr

Die Zwischensequenzen in Spielgrafik können den FMV-Schnipseln zwar nicht das Wasser reichen, sehen aber trotzdem prima aus. Die Zwischensequenzen in Spielgrafik können den FMV-Schnipseln zwar nicht das Wasser reichen, sehen aber trotzdem prima aus.

Die Geschichte endet dort, wo alles beginnt. »A« wie Advent Children , »B« wie Before Crisis , »C« wie Crisis Core. Mit dem Prequel zum PlayStation- Meilenstein und gleichzeitig vierten Teil der Compilation of Final Fantasy VII neigt sich das Final Fantasy VII-ABC allmählich dem Ende entgegen. Crisis Core dient als Handlungs-Bindeglied aller Compilation-Teile: Offene Fragen werden beantwortet, Unklarheiten aus der Welt geschafft. Ähnlich wie im Ur-Final Fantasy VII ist die Geschichte erneut sehr komplex und tiefgründig. Religiöse Namen (Sephiroth, Genesis, etc.) werden in die verstrickte Handlung ebenso eingebunden, wie biblische Anspielungen (Engel -- der Ausdruck wird erstmals in Kapitel 19 von Genesis verwendet). Seitenhiebe auf geschichtsträchtige Figuren (Heidegger -- Philosoph, Bugenhagen -- Reformator und Freund Martin Luthers etc.) wie im PSone-Final Fantasy VII konnten wir hingegen nicht ausmachen. Doch hat Crisis Core auch das Potential zum geschichtsträchtigen Handheld-Spiel?

Final Fantasy VII
Genre: Rollenspiel
Release: 2007

Hämmern, hoffen, heilen

Auf eurer Reise trefft ihr nicht nur auf alte Bekannte: Diese junge Dame hört auf den Codenamen »Cissnei« und ist Mitglied der ShinRa-Elite-Einheit »Turks«. Auf eurer Reise trefft ihr nicht nur auf alte Bekannte: Diese junge Dame hört auf den Codenamen »Cissnei« und ist Mitglied der ShinRa-Elite-Einheit »Turks«.

Beim Schwierigkeitsgrad der westlichen Version haben die Entwickler von Crisis Core ordentlich angezogen: Die zahlreichen Zufallskämpfe und Endboss-Gefechte sind wesentlich anspruchsvoller als in der japanischen Fassung. Laut Regisseur Hajime Tabata möchte man damit sicherstellen, dass auch routinierte Spieler mit dem Action-Rollenspiel lange Zeit gefordert sind. Und tatsächlich: Bereits nach den ersten Auseinandersetzungen gegen die Feindesscharen bemerkt ihr, dass euch die rasanten Echtzeitschlachten einiges abverlangen. Kampfeskönnen allein führt euch jedoch nicht zum Erfolg -- das Glück spielt eine entscheidende Rolle. Namentlich heißt das Glück in diesem Fall »Digital Mind Wave-System«, kurz »DMW« -- eine Art einarmiger Bandit. Während der Kämpfe rotieren stetig drei Walzen am oberen Bildschirmrand, auf denen unterschiedliche Charakter-Portraits (Cloud, Tseng, Aerith usw.), sowie die Ziffern eins bis sieben abgebildet sind. Einzig der Zufall bestimmt darüber, wann das DMW-Rad stoppt und welche Kombinationen daraus resultieren. Bestimmte Konstellationen haben mächtige Limit-Attacken oder die Verbesserung der unterschiedlichen Status-Effekte (Lebensenergie, Zauberkraft, Angriffsstärke etc.) zur Folge. Ein Beispiel: Die »777-Kombination« macht euch für kurze Zeit unverwundbar. Zeigen alle Walzen das Gesicht des »Legendary Soldier Sephiroth«, führt Zack eine schlagkräftige Schwertattacke aus. Auch die Entwicklung des Hauptprotagonisten Zack Fair hängt einzig vom DMW-System ab. Soll heißen: kein Glück -- keine Erfahrungspunkte! Für hartgesottene Charakter-Planer und Rollenspiel-Veteranen dürfte das schwer zu verdauen sein.


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