Dead or Alive Ultimate im Test

Ruckzuck ist die Lippe dick: Im Remake des Prügelklassikers dürft ihr euch jetzt auch online vermöbeln.

von Kai Schmidt,
04.09.2006 17:38 Uhr

Beinahe zehn Jahre ist es nun schon her, dass der japanische Spielehersteller Tecmo den Prügelautomaten Dead or Alive in die Spielhallen und kurze Zeit später auf die PSone und den Saturn brachte. Das Spiel basierte auf der Model-2-Hardware, die auch für Segas Virtua Fighter 2 genutzt wurde und beeindruckte vor allem durch die wackelnden Brüste der weiblichen Hauptdarsteller. Zwar ging auch die Spielbarkeit in Ordnung, doch erst mit dem grafisch furiosen Dead or Alive 2 schaffte es Tecmo, sich den Respekt der Zocker zu erarbeiten. Beide Spiele gibt’s nun grafisch aufgemöbelt im Xbox-Doppelpack.


Genre: Action
Release: 17.02.2005

Relikt aus vergangenen Tagen

Den ersten Teil der Dead or Alive-Reihe solltet ihr eher als Bonus denn als Kaufgrund für DoA Ultimate ansehen – grafisch wurde der Klassiker nur marginal aufgemotzt, so dass das Spiel im Prinzip immer noch wie ein PSone-Titel aussieht. Anders ist es um das Remake der Fortsetzung bestellt, für das sich die Entwickler gehörig ins Zeug gelegt haben: Die Grafik ist auf dem Stand des opulenten dritten Teils, außerdem hat das Teil auch spielerisch eine Menge auf dem Kasten. Die Möglichkeiten, die ihr im Kampf mit Reversals und interaktiven Arenen habt, sind recht vielfältig. Ihr könnt eure Gegner beispielsweise gegen Wände und herumstehende elektrische Geräte schleudern, oder sie durch Fenster, über Klippen sowie löchrige Brücken auf tiefer gelegene Ebenen prügeln.

Kurzes Vergnügen

Beide DoA-Spiele bieten dem Einzelspieler nicht viel Herausforderung. Der Storymodus des zweiten Teils ist zwar mit einigen netten Zwischensequenzen ausgeschmückt. Mit jedem Kämpfer braucht ihr auf dem normalen Schwierigkeitsgrad höchstens 15 Minuten, bis ihr dem Endgegner Tengu gegenübersteht. Zu voller Form läuft DoA Ultimate erst auf, wenn ihr mit oder gegen einen Kumpel zockt. Über Xbox Live dürft ihr euch ebenfalls kloppen, was allerdings nicht ganz einfach ist: Mit unserer dicken Redaktions-Datenleitung gab es außer ein paar kleineren Rucklern kaum Probleme. Benutzt ihr allerdings Telekom-DSL (1000/2000), kann es zu derben Rucklern, heftigen Lags und häufigen Abstürzen kommen. Wer sich DOA-Ultimate nur wegen des Online-Modus zulegen will, sollte abwarten, ob die Fehler behoben werden.


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