Dead Space

»Wie hätten Sie ihren Mutanten denn gerne? In Scheibchen oder am Stück?« Wir haben den Blaster durchgeladen und uns auf Alien-Jagd gemacht.

von Kai Schmidt,
26.02.2008 12:22 Uhr

Der Weltraum. Unendliche Weiten. Hier hört euch niemand schreien – außer den grauenvoll deformierten Alien-Mutanten, die ein riesiges Raumschiff überrannt und sich die Crew einverleibt haben. Sollten die »Necro Morpher« genannten Außerirdischen es bis auf die Erde schaffen, wäre das Schicksal der Menschheit besiegelt. In der heimischen Kommandozentrale wird man misstrauisch, als die Kommunikation mit dem »Planet Cracker« USG Ishimura unterbrochen wird. Die Planet Cracker sind riesige Raumschiffe, die ganze Planeten auseinandernehmen, um nach Rohstoffen zu suchen. Und wer hätte das gedacht: Auch im Weltall liegt es natürlich wieder einmal an euch, die Bedrohung abzuwenden und in einem Stück nach Hause zurückzukehren. Verdammte Sparmaßnahmen: Statt waffenstrotzender Space Marines oder einer gut ausgebildeten Spezialeinheit schickt man lediglich einen Ingenieur, um nach dem rechten zu sehen. Stehen die Chancen auf eine Rettung der Menschheit also auf den ersten Blick eher schlecht, sieht es schon wieder ganz anders aus, als sich Isaac Clarke (so der für Science-Fiction-Fans erheiternde Name des Mannes) auf die außerirdische Bedrohung einstellt. Er ist nämlich kein einfacher, hilfloser Ingenieur, sondern wächst angesichts der Gefahr über sich hinaus: Isaac funktioniert das Arbeitsgerät der Besatzung, allerlei Schneide- und Sprengwerkzeuge, kurzerhand zu Waffen um. Alles, was nicht menschlich aussieht, endet als Alien-Filet!

Dead Space
Genre: Action
Release: 06.11.2008

Zerstückelungs-Orgie

Dead Space entstand als eine Art Traumprojekt des Entwicklerteams Electronic Arts Redwood Shores: Die Horror- und Sci-Fi-Fans dort machten nach Abschluss der Arbeiten an einem Auftragsspiel der Firmenleitung den Vorschlag, ein eigenes Horror-Spiel auf die Beine zu stellen. Da Electronic Arts sowieso auf der Suche nach neuen Marken war, gab man dem Team sechs Monate freie Hand, um einen Prototypen auf die Beine zu stellen. Die erste Inkarnation von Dead Space kam nicht zuletzt dank des Szenarios und der Spielmechanik schließlich so gut an, dass man grünes Licht für die weitere Produktion gab. Das Spiel soll euch durch unerwartete Schock-Elemente richtig in Panik versetzen und im Zusammenspiel mit den unheimlichen Korridoren und Hallen des riesigen Raumschiffs eine dichte Atmosphäre aufbauen. Richtig stolz sind die Entwickler auf das Kampfsystem: Statt wie in vergleichbaren Titeln abgetrennte Gliedmaßen der Gegner nur als blutiges Gimmick einzusetzen, der spielerisch eher wenig bringt, seid ihr in Dead Space zum Zerlegen der Mutanten gezwungen. Ähnlich wie im Horror-Klassiker »Tanz der Teufel« geben die ekligen Viecher nämlich erst den Geist auf, wenn sie komplett zerstückelt sind. Während eines Besuchs in der Redaktion gab uns Electronic Arts Gelegenheit, in der Xbox 360-Version selbst einmal mit Isaac Clarke durch die unheimlichen Korridore der USG Ishimura zu streifen und die auf den ersten Blick etwas fragwürdige Spielmechanik auszuprobieren.


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