Deadly Premonition im Test - Test für Xbox 360

Wie könnte man das Horror-Adventure Deadly Premonition in einem Satz zusammenfassen? Dieses Spiel ist gut darin, schlecht zu sein – Punkt.

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Nein, Deadly Premonition auf der Xbox 360 ist nicht schön anzusehen. Nein, Deadly Premonition spielt sich auch nicht herausragend. Und wenn wir jetzt noch damit anfangen, dass man alle einzelnen Elemente aus Deadly Premonition schon mal irgendwo in besserer Form gespielt hat, dann könnten wir an dem Titel kein gutes Haar lassen. Aber die Gesamtheit dieses außergewöhnlichen Action-Adventures ist es, die es für uns jetzt schon zu einem Kunstwerk macht.

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Die Zombiehand im Hals

Die Zombies versprühen violettes Blut. Trotz dieser Tatsache und dem humoristischen Kontext ist Deadly Premonition erst ab 18 Jahren freigegeben. Die Zombies versprühen violettes Blut. Trotz dieser Tatsache und dem humoristischen Kontext ist Deadly Premonition erst ab 18 Jahren freigegeben.

In Deadly Premonition spielen wir den FBI-Agenten Francis York Morgan, der in die amerikanischen Kleinstadt Greenvale abkommandiert wird und dort einen Ritualmord aufklären soll. Mehr oder minder unterstützt wird er dabei vom örtlichen Sheriff George Woodman und seinem weiblichen Deputy Emily Watts. Besonders Woodmann hat massive Vorbehalte gegen den Großstadtagenten, ein Konflikt, der immer wieder in den grandiosen Zwischensequenzen des Spiels thematisiert wird. Wir steuern Agent Morgan aus einer zu nah geratenen Über-die-Schulter-Perspektive. Der Titel beginnt zunächst als Survival-Horror-Adventure mit augenscheinlichen Anleihen aus der Silent Hill-Reihe. Entlang düsterer, verwaschener Waldpfade fertigen wir mit Standardwaffen wie Pistole, Maschinengewehr oder Schrotflinte Zombies ab und lösen nebenher leichte Schalterrätsel. Dass hierbei irgendwas nicht stimmt, merkt man spätestens, wenn die erste Untote aus violetten(!) Rauchschwaden emporsteigt und sich rücklings verrenkt, bevor sie uns mit einem gehauchten »Kill Meeee!« entgegenschlurft. Wenn sie uns jetzt auch noch zu nahe kommt und plötzlich beginnt, ihre Hand in Morgans Hals stecken zu wollen, dann darf man seine Auffassung von Horror in Videospielen getrost in die Tonne treten.

Panzerwagen

Die Autofahrten in Deadly Premonition sind sehr zäh, langsam und dennoch sehr häufig. Hier braucht man Geduld. Die Autofahrten in Deadly Premonition sind sehr zäh, langsam und dennoch sehr häufig. Hier braucht man Geduld.

Aber Deadly Premonition besteht nicht nur aus Zombie-Sequenzen, schließlich hat Agent Morgan ja auch noch einen Mord aufzuklären. Zwischen den Schauplätzen der Ermittlung erleben wir Greenvale als offene Welt mit dynamischem Tageszeit- und Wetterwechsel. Sehr früh im Spiel erhalten wir einen Generalschlüssel, der jedes Polizeiauto in Greenvale öffnet, was die Fortbewegung aber nur bedingt vereinfacht. Die Autos in Deadly Premonition steuern sich unbeweglich wie Panzer -- da sich Morgan stets an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält, sind wir auch nie wirklich schnell unterwegs. Die ständig drehende Levelkarte tut ihr Übriges, die häufigen und sehr langen Autofahrten zum größten Schwachpunkt des Spiels zu machen. Hier wird die Spieler-Geduld auf eine harte Probe gestellt.

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