Disney Infinity 3.0: Play Without Limits im Test - Spiel ohne Grenzen – Mit Grenzen

Mit Mickey Maus auf den Todesstern? Disney Infinity 3.0 trägt den Beinamen »Play Without Limits«. Im Test haben wir den Titel trotzdem an seine Grenzen gebracht.

von Ann-Kathrin Kuhls,
09.09.2015 17:45 Uhr

Disney Infinity 3.0 - Gameplay-Trailer aus dem Star-Wars-Set Disney Infinity 3.0 - Gameplay-Trailer aus dem Star-Wars-Set

Eines ist nicht abzustreiten: Die Preise der so genannten Toys-to-Life-Figuren treiben Spieler in den Ruin. Disney Infinity 3.0: Play Without Limits ist da keine Ausnahme. Im Starter-Kit sind schließlich nur zwei Figuren und eine sechs Stunden kurze Kampagne enthalten. Andererseits protzt auch ein Call of Duty nicht gerade mit einer ausladenden Einzelspieler-Kampagne und verkauft sich trotzdem. Abgesehen also von horrenden Preisen für Inhalte und Figuren: Was steckt in Disney Infinity 3.0?

Disney Infinity 3.0
Genre: Rollenspiel
Release: 27.08.2015

Episodenmischmasch

Disney Infinity enthält natürlich zuerst einmal jede Menge Disney: Seitdem sich der Konzern die Rechte an der Star-Wars-Saga gesichert hat, tauchen Anakin, Yoda und Konsorten in gefühlt jeder Disney-Marke auf. So auch in Infinity 3.0. Das Playset Twilight of the Old Republic bedient hauptsächlich die Star-Wars-Episoden 1 bis 3, enthält aber auch bekannte Figuren aus dem Clone-Wars-Universum: Ahsooka ist eine der beiden Figuren des Starter-Sets. Die andere ist selbstverständlich ihr Ausbilder Anakin Skywalker, dank dem Ende von Episode 2 bereits mit Armprothese und Narbe im Gesicht.

Coruscant ist trotz Comic-Stil wunderbar eingefangen.Coruscant ist trotz Comic-Stil wunderbar eingefangen.

Clone Was?

Zwar ist es ein offenes Geheimnis, dass »Clone Wars« gerade bei Fans der ersten Stunde eher auf Zurückweisung stößt. Die enorme Ähnlichkeit zum Infinity-Stil erleichtert es aber ungemein, eine detailgetreue Welt nachzubauen, die die Atmosphäre der Serie sehr gut einfängt. Angefangen im Prolog, der mit gelber Schrift von unten nach oben über einen sternenübersäten Hintergrund scrollt, bis hin zur Mos Eisley Kantine mitsamt Musik: Hier wurde definitiv viel mehr Mühe in die Details gesteckt als noch im Vorgänger. Spider-Mans New York in Marvel Super Heroes wirkte sehr austauschbar und leer, während die Planeten der Star-Wars-Playsets vor herumstromernden Figuren nur so strotzen.

Bewohner die mit uns reden oder einfach nur Aufgaben verteilen, herumrollende Astromech-Droiden und jede Menge kriechendes und kreuchendes Kleinvieh sorgen für eine weitaus wuseligere Spielumgebung. Wenn wir in Coruscant auf der höchsten Kuppel des Jedi-Tempels stehen, um uns herum Massen von Speedern zischen und die ikonische Musik erklingt, fühlen wir uns schon ein bisschen episch. Die Umsetzung des detailreichen Star-Wars-Universums in den detailärmeren, comicartigen Infinity-Stil ist Entwicklerstudio Avalanche gut gelungen.

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