DmC - Tanz mit dem Teufel

Unnötige Neuauflage mit fragwürdigem Design oder coole Action-Orgie in bester Tradition der Reihe? Wir haben den Reboot von Devil may Cry auf dem Captivate 2012 in Rom angespielt.

von Kai Schmidt,
12.04.2012 14:30 Uhr

Capcoms Entscheidung, den Neustart von Devil may Cry für PlayStation 3 und Xbox 360 an ein westliches Studio zu geben, sorgte schon für allerlei böses Blut unter den Fans: Während die einen sich über den »Emo-Dante« aufregen, fürchten die anderen, dass die rasante Kombo-Action der Vorgänger auf der Strecke bleiben könnte.

DmC - Vorschau-Video zum Remake DmC - Vorschau-Video zum Remake

Auf dem Captivate 2012 haben wir die Xbox-360-Version angespielt und können beruhigt sagen: »Fürchtet euch nicht, denn der alte Dante ist trotz neuem Gewand mit euch«. Das englische Entwicklerstudio Ninja Theory hat seine Hausaufgaben gemacht und dank Spielen wie Heavenly Sword auch genug Erfahrung mit dem Genre, um die japanische Vorlage mit besserer Technik und dem einen oder anderen neuen Trick sogar gehörig aufzupeppen.

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DmC
Genre: Action
Release: 15.01.2013

Verkaterter Dämonenjäger

Dante liegt nach einer durchzechten Nacht splitterfasernackt in seinem Wohnwagen und schläft den Schlaf der Gerechten, als plötzlich die Hölle losbricht - und zwar im wahrsten Sinn des Wortes: Dämonen verarbeiten den Pier, auf dem Dante seinen mobilen Wohnsitz geparkt hat, zu Kleinholz.

Muss eine heiße Nacht gewesen sein: Man beachte die Nachricht auf Dantes Arm.Muss eine heiße Nacht gewesen sein: Man beachte die Nachricht auf Dantes Arm.

In Zeitlupe springt der angehende Dämonenkiller im Stile eines schwerelosen Astronauten durch das Innere seiner ebenfalls durch die Luft segelnden Behausung, schraubt sich elegant in ein T-Shirt, schnappt sich seine Hose, während immer wieder herumfliegende Dinge, wie etwa ein Stück Pizza, wie zufällig seinen »Privatbereich« verdecken.

Kampfbereit segelt er schließlich durch ein Fenster und wirft sich in Pose. Verdammt cool! Das ist ein Auftakt ganz im Stil des Dante, den wir kennen und lieben.

Ab in den Limbo

Der Dämonenangriff findet übrigens nicht in der realen Welt, sondern im sogenannten »Limbo« statt. Das ist eine verzerrte Zwischenwelt, in die Dante immer wieder wechselt. Die Auswirkungen des dortigen Chaos machen sich allerdings auch in unserer Welt bemerkbar: Zerstören die Dämonen im Limbo etwa das Riesenrad am Pier, kracht die Attraktion auch in der Menschendimension zusammen.

Die erste anstürmende Höllenkreatur bekommt sogleich Dantes Schwert zu spüren: Wie in den Vorgängern kann man die Biester mit Kombos eindecken, sie in die Luft schlagen und dort weiter schnetzeln, die beiden Pistolen Ebony und Ivory mit in den Kampf einbringen und insgesamt einfach jede Menge ziemlich abgedrehte Sachen anstellen. Das Tempo der Kämpfe ist schnell, ohne dass dabei die Übersicht verloren geht.


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