Dragon Age: Inquisition - BioWare: Story-Vergleich mit Mass Effect 3 hinkt; neue Details zur Festungs-Eroberung

In einem aktuellen Interview führt der Produzent von Dragon Age 3: Inquisition aus, warum die Handlung ganz und gar nicht mit der von Mass Effect 3 vergleichbar wäre. Außerdem hat BioWare neue Einzelheiten zur Eroberung von Burgen in dem Rollenspiel enthüllt.

von Tobias Münster,
03.01.2014 19:02 Uhr

Laut dem Produzent Cameron Lee spielt sich die Handlung von Dragon Age: Inquisition nicht nur auf einer so persönlichen Ebene wie in Mass Effect 3 ab.Laut dem Produzent Cameron Lee spielt sich die Handlung von Dragon Age: Inquisition nicht nur auf einer so persönlichen Ebene wie in Mass Effect 3 ab.

Die Kollegen von Official Xbox Magazine haben ein ausführliches Interview mit dem Produzenten von Dragon Age: Inquisition, Cameron Lee, geführt, in dem der einige neue Details zur Handlung des kommenden Rollenspiels verrät. Schließlich darf sich Lee darin erst einmal gegen den Eindruck des OXM-Autors erwehren, dass die Handlung des Fantasy-Titels der von Mass Effect 3 im SciFi-Szenario praktisch gleichen würde.

»Da gibt es ein paar Fraktionen, die untereinander zerstritten sind, und dann kommt diese gewaltige Bedrohung, um die sich niemand wirklich zu kümmern scheint«, was laut OXM also auch sehr an die Ausgangslage Mass Effect 3 erinnert.

Cameron Lee erklärt den Unterschied zwischen den beiden BioWare-Titeln aber wie folgt:

»Naja, das ist ein interessanter Eindruck den du erhalten hast, aber es ist nicht wirklich der Fall. Sicherlich haben wir hier ein Ereignis, das die Welt ins Chaos stürzt. Aber in Mass Effect wusste man immer schon, worum es sich bei der Bedrohung handelt. Man wusste, dass es die Reaper im Hintergrund gibt. In Dragon Age: Inquisition hingegen entsteht plötzlich dieser enorme Riss im Himmel, während sich alle mächtigen Fraktionen und Nationen ins Chaos gestürzt haben. Das geschieht alles gleichzeitig. Das ist alles ein bisschen zu seltsam, als dass es purer Zufall wäre.«

Lee beschreibt die Handlung von Dragon Age: Inquisition als »noch viel komplexer«. In dem Fantasy-Rollenspiel sei es nicht damit getan, »ein paar Wahrheiten aufzudecken und die eine oder andere Person auf die eigene Seite zu ziehen, um die ganze Sache am Ende bewältigen zu können«.

Laut dem Producer wird die Story von Dragon Age: Inquisition nämlich nicht auf einer so persönlichen Ebene wie in Mass Effect 3 mit Commander Sheperard und seiner Crew erzählt. Man trage hingegen die Verantwortung für eine ganze Fraktion:

»Und weißt du was, man stellt eine richtige Macht dar. Klar, man ist eine Spielfigur, aber man leitet auch diese Organisation, die Inquisition, die eine echte Präsenz in der Welt hat. Sie hat erheblichen Einfluss auf die ganzen verschiedenen Nationen und anderen Fraktionen.«

Lee vergleicht die Handlungsebenen der beiden Spiele damit, »dass der Unterschied in etwa darin liegt, nur ein Jedi zu sein oder einen ganzen Jedi-Orden zu gründen.«

In Dragon Age: Inquisition sollen Spieler auch Burgen erobern und als Stützpunkte nutzen können.In Dragon Age: Inquisition sollen Spieler auch Burgen erobern und als Stützpunkte nutzen können.

Ein gutes Beispiel für den größeren Maßstab auf den sich Cameron Lee in dem Interview auf OXM bezieht, ist die Eroberung von Festungen in Dragon Age: Inquisition. Dieses Feature wiederum hat BioWare kürzlich den Kollegen von Official PlayStation Magazine präsentiert, die ihren Eindruck davon in einer Vorschau wiedergeben.

Laut der Vorschau sollen sich im Spielverlauf von Dragon Age: Inquisition nämlich regelmäßig Burgen erobern lassen, die bemannt und verwaltet werden müssen. Die Kollegen vergleichen das Feature mit den »Synchronization Points« in Assassin's Creed - »nimmt man einen ein, dann werden neue Quests freigeschaltet«.

Demnach lassen sich den Festungen dann eine bestimmte Anzahl von Inquisitions-Agenten zuweisen. Je besser man einen Stützpunkt besetzt, desto mehr ließe sich damit anstellen.

»Mit 50 Agenten könnte man zum Beispiel einen gefallenen Koloss erneuern, der die Truppenmoral während eines Invasions-Events stärkt. Oder man entsendet zehn Agenten, die eine Mine oder eine Schwefel-Abbaustelle errichten, um Einnahmen zu erwirtschaften.«

Das ganze Makromanagement der eigenen Fraktion dürfte also auch ein wichtiges Spielelement von Dragon Age: Inquisition werden. Wie weit das genau geht, wird sich allerdings noch zeigen müssen. Schließlich ist der Release des Titels erst für Ende dieses Jahres geplant. Und selbst dieser Zeitraum scheint noch nicht in Stein gemeißelt.

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