Dragon Age: Origins - Vorschau für Xbox 360 und PlayStation 3

Nach Mass Effect kommt mit Dragon Age: Origins das nächste epische Rollenspiel der Kultfirma Bioware. Diesmal wird’s düster, rau und blutig, wie unser Probespiel auf der Xbox 360 zeigt.

von Christian Schmidt,
08.07.2009 16:44 Uhr

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Wenn Electronic Arts bei uns anruft und fragt, »Wollt ihr die Xbox 360-Version von Dragon Age: Origins anspielen?«, dann antworten wir für gewöhnlich Dinge wie »Ja, verdammt, jaahaahaaa!« Allerdings stellt sich manchmal heraus, dass »Anspielen« ein sehr dehnbarer Begriff ist. Im Fall von Dragon Age: Origins bedeutet das: Wir schlagen einen einzelnen Kampf. Gegen einen einzelnen Gegner. In einem einzelnen Raum. Und wenn man gut ist, ist alles nach einer einzelnen Minute vorbei. Als Sahnehäubchen kommt obendrauf, dass wir den Kampf bereits kennen. Das Gerangel mit einem Oger hat uns der Entwickler Bioware nämlich schon vor einem Jahr auf der Games Convention gezeigt, und dann gleich noch mal bei einem Studiobesuch in Kanada. Jetzt erleben wir die Hauerei also zum dritten Mal, diesmal mit einem Xbox 360-Controller in der Hand. Nun ja: Wenn man als Firma Megahits wie Knights of the Old Republic und Mass Effect produziert hat, dann kann man sich etwas Exzentrik wohl leisten. Zumindest präsentiert Bioware noch einige weitere (nicht selbst spielbare) Szenen aus Dragon Age: Origins und verstärkt den Eindruck, den wir auch bisher schon hatten: Das Ding wird klasse!

Dragon Age: Origins
Genre: Rollenspiel
Release: 05.11.2009

Kontrolle im Kampf

Vier gegen einen, das ist eigentlich eine unfaire Sache. Aber wenn der eine so groß ist wie zwei Männer, Muskeln wie Postsäcke hat und gerne Menschen das Gesicht zu Brei schlägt, dann sieht’s ganz anders aus. Beim Probespielen von Dragon Age stehen unsere vier Mannen -- zwei Krieger, ein Bogenschütze, eine Magierin -- so einem Ungetüm gegenüber, einem riesigen Oger. Der rammt Gegnern im Laufen die Schulter in die Visage, reißt Felsbrocken aus dem Boden und schleudert sie auf seine Opfer oder packt nahe Menschen, um sie in Ruhe windelweich zu klopfen. Das ist kein Spaß: im ersten Anlauf liegen unsere Leute nach einer Minute zerschlagen am Boden, Game Over. Den nächsten Anlauf gehen wir taktischer an. Mit der rechten Schultertaste des Controllers rufen wir das Taktik-Menü auf, das gleichzeitig den Kampf pausiert. In diesem Kreismenü wählen wir Spezialangriffe und Zauber für den jeweils aktiven Charakter.

Gut gelöst: Den drei Buttons X, Y und B des Xbox 360-Controllers können wir jeweils eine Aktion als Shortcut zuweisen, und das sogar in mehreren Konfigurationen, zwischen denen wir im Kampf schnell umschalten. So setzen wir zum Beispiel das Repertoire von Magiern sinnvoll ein, ohne jedes Mal das Menü aufrufen zu müssen. Mit den Bumpern springen wir unsere Gruppenmitglieder an, um sie direkt zu steuern. Die Jungs und Mädels kämpfen aber auch selbstständig recht clever. Womöglich sogar zu clever, im Gegensatz zu den Feinden: Im dritten Anlauf besiegen wir den Oger, indem wir mit unserem Kämpfer einfach vor ihm weglaufen. Der tumbe Koloss tapst uns so lange hinterher, bis unsere Kameraden ihm den Rest gegeben haben.


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