Duke Nukem Forever - Neue Details - Klage enthüllt Betrugsvorwürfe

Das Verwirrspiel rund um den eingestellten Ego-Shooter Duke Nukem Forever geht in die nächste Runde.

von Christian Merkel,
16.06.2009 13:45 Uhr

Kurz nachdem 3D Realms am 6. Mai 2009 die Weiterentwicklung von Duke Nukem Forever einstellte, verklagte Take 2 den Spielehersteller. Bislang war nur der Inhalt eines Antrages auf eine einstweilige Verfügung bekannt, jetzt ist die komplette Klage ins Internet gelangt. Die zeigt, dass es um viel Geld und mehr geht. So will Take 2 nicht nur sämtliche bereits bezahlten Vorschüsse samt Zinsen zurück sondern fordert auch Schadensersatz für Gewinne, die die Firma mit Duke Nukem Forever gemacht hätte. Darüber hinaus ist der Spielehersteller Take 2 der Ansicht, dass ihm der komplette bislang erstellte Sourcecode von Duke Nukem Forever zusteht. Die Begründung für diese Klage wirft ein interessantes Licht auf die Vorgänge rund um das Spiel.

Take 2 kam Ende 1999 ins Spiel. Damals kaufte der Hersteller Infogrames Amerika (heute als Atari bekannt) die Vertriebsrechte für Duke Nukem Forever ab. Die Klagebegründung enthüllt nun, dass verschiedene Vereinbarungen zwischen Take 2 und 3D Realms folgten. Bereits 2000 schlossen die beiden Firmen ein Lizenzabkommen. Danach gewährte 3D Realms Take 2 die Rechte, die PC-Version von Duke Nukem Forever auf den Markt zu bringen. Was bislang nicht bekannt war: Schon damals regelten 3D Realms und Take 2 das Schicksal eventueller Konsolenversionen. So bekam Take 2 die Option, selber Konsolenportierungen zu entwickeln und diese auf den Markt zu bringen, allerdings erst frühestens 30 Tage nach dem Erscheinen der PC-Fassung. Ansonsten verpflichtete sich 3D Realms, mit Take 2 für die Entwicklung der Konsolenversionen zu kooperieren, etwa indem geeignete Teile des Sourcecodes abgeliefert werden.


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