Dungeon Hunter: Alliance im Test - Die Gier nach Loot!

Das unverwüstliche Diablo-Prinzip nun auch im PlayStation Store. Inklusive 4-Spieler-Coop! Dungeon Hunter: Alliance im Test für PSN.

von Patrick Mittler,
12.04.2011 15:00 Uhr

Hübsch: Die Außenlevel können sich durchaus sehen lassen.Hübsch: Die Außenlevel können sich durchaus sehen lassen.

Nach Torchlight für XBLA hat nun auch der PlayStation Store seinen eigenen Diablo-Klon. Dungeon Hunter: Alliance ist der PlayStation 3-Ableger der iPhone und iPad-Serie und bleibt dem Dungeon-Crawler-Prinzip treu bis in die Schwertspitzen. Das heißt: Wahlweise als Krieger, Schurke oder Magier streift man durch eine typische Fantasy-Umgebung und metzelt typisches Fantasy-Gesocks im Dutzendpack. Dungeon Hunter: Alliance transportiert dieses Gefühl perfekt. Wenn man mit dem Krieger eine riesige Streitaxt schwingt, spritzt nicht nur die rote Suppe, man merkt beim Kloppen förmlich wie die Schläge reinhauen. In schummrigen Gemäuern, nebligen Wäldern, modrigen Höhlen und auf saftigen Wiesen hackt und zaubert man einfach schier endlose Gegnerhorden zu Klump. Die Bandbreite geht in Ordnung: Goblins, Trolle, Banditen, Spinnen, Dämonen und so manch dicker Bossgegner kosten euren Stahl oder schlucken eure Feuerbälle. Viel wichtiger ist aber, was die Schurken so fallenlassen. Ja natürlich geht es bei Dungeon Hunter: Alliance um die Beute, jedoch ist die etwas farbloser ausgefallen, als im XBLA-Konkurrenten Torchlight. Das liegt daran, dass sich die Rüstungen, Waffen, Ringe, Helme und Handschuhe oft kaum unterscheiden und man einfach auf Knopfdruck das jeweils beste Equipment anlegt. Andererseits kann man sich so komfortabel aufs Schnetzeln konzentrieren. Auch im Kampf funktioniert Dungeon Hunter: Alliance klassisch: Man drischt drauflos, setzt möglichst geschickt die Charaktereigenen Spezialangriffe ein und schluckt ab und an einen Heiltrank. Diese Vitaminspritzen füllen praktischerweise sowohl Gesundheit als auch Manavorrat auf, jedoch kann man immer nur eine begrenzte Anzahl davon mitschleppen. Zum Glück gibt es immer mal wieder Schreine, an denen man seine Tränke aufstockt. Clever: So wird die Schatzsuche kaum für Shoppingtouren unterbrochen.

Zu mehrt hat man auch mehr taktische Möglichkeiten. Trotzdem sind solche Brocken zähe Gegner.Zu mehrt hat man auch mehr taktische Möglichkeiten. Trotzdem sind solche Brocken zähe Gegner.

Genretypisch levelt man im Laufe der Zeit (bis zur Grenze von 75) auf und steckt Punkte in klassische Attribute wie Stärke oder Magie und lernt Spezialkräfte wie beispielsweise Zaubersprüche, spezielle Schläge, Boni für bestimmte Waffentypen oder, sehr wichtig, einen größeren Heiltrankbeutel. Besonders mächtig sind die Angriffe eurer begleitenden Feen. Die kleinen Geschöpfe entfachen etwa mächtige Wind- oder Blitzattacken, brauchen aber danach eine Minute zum Abkühlen. Ebenfalls Genretypisch sind Geschichte, Setting, Dialoge und Aufgaben weder sonderlich interessant, noch ansprechend präsentiert. Bekommt man eine neue Quest, überspringt man die öden Texte bald nur noch. Wie ihr seht gibt es bei Dungeon Hunter: Alliance viele Für und Wider. Der lahmen und schlecht präsentierten Story steht ein packender Spielfluss gegenüber. Es gibt zwar viele Komfortfunktionen, aber die Steuerung hat manchmal Aussetzer. So mussten wir einmal herzhaft lachen, als unser muskulöser Krieger zigmal erfolglos versucht hat, ein Fass zu zerdeppern und stattdessen sein Schwert dämlich durch die Luft schwang. Blöd wird das nur, wenn gerade ein fetter Bossgegner vor einem steht und man das Vieh nicht auf Anhieb erwischt. Interessanterweise unterstützt Dungeon Hunter: Alliance auch Move. Dabei funktioniert die Bewegungssteuerung wie eine Maus, das heißt man benutzt eine Art Cursor am Schirm. Das funktioniert, bietet jetzt aber auch keine gravierenden Vorteile gegenüber dem normalen Gamepad. Wildes Gefuchtel muss man nicht befürchten, auch wenn man den Move-Controller für die Feenangriffe kurz schütteln muss. Die Grafik schwankt zwischen hübsch präsentierten Landschaften und so manch wirklich hässlichem Flecken. Aber: Mit bis zu drei Mitspielern macht das unverwüstliche Hack’n’Slay-Prinzip nach wie vor mordsmäßig viel Spaß. Im Gegensatz zu Torchlight hat Dungeon Hunter: Alliance nämlich einen vollwertigen Mehrspieler-Coop für bis zu vier Helden, wahlweise On- oder Offline. Wer einige kleine Schönheitsflecken verschmerzen kann und bereit ist, für ca. 13 Spielstunden (inklusive einigen Bonusstündchen für Ausflüge abseits der Hauptstory) ebenso viele Euro hinzublättern, kann sich Dungeon Hunter: Alliance also bedenkenlos holen.

Dungeon Hunter: Alliance

Preis:

12,99 Euro

Spieler:

1-4

HD optimiert:

ja

Speicherplatz:

945 MB

Entwickler:

Gameloft

Hersteller:

Gameloft

USK:

noch nicht geprüft

Wertung:

85 %


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