E3 und gamescom zu teuer? - Branche muss sich entscheiden, sagt Namco-Bandai

E3 in Los Angeles oder gamescom in Köln? Beides geht auf Dauer nicht, sagt der Vizpräsident von Namco Bandai.

von Daniel Raumer,
04.06.2010 13:59 Uhr

Namco Bandai (The Witcher 2, Test Drive Unlimited 2, Fallout: New Vegas) meint, die Spielebranche werde sich in Zukunft zwischen der E3 und der gamescom entscheiden müssen. Oliver Comte, der Vizepräsident des Spieleherstellers, sagt in einem Interview mit computerandvideogames.com, dass zwei Messen dieses Kalibers einfach zu teuer seien.

»Ich frage mich wirklich, wie die E3 wird, denn sie scheint wieder zu alter Größe zurückgefunden haben. So könnte die E3 dieses Jahr wieder so sein, wie vor drei oder vier Jahren – ein sehr großer Event. (…) Sollte das der Fall sein, wird sich die Branche zwischen der E3 und der gamescom entscheiden müssen, denn zwei Events in drei Monaten, die für Publisher so viel Geld kosten, sind zu viel.«

Comte macht auch keinen Hehl aus seiner Präferenz für die E3, da Namco Bandai seinen Sitz in den USA hat. Er halte es deswegen für wahrscheinlich, dass etliche andere Publisher auch der Kölner gamescom den Rücken kehren werden.

Ganz interessant ist, dass die Messen auf unterschiedliche Konzepte setzen: Während die E3 in Los Angeles eine reine Fachbesucher-Messe ist, hat die gamescom auch für normaler Besucher geöffnet.

GamePro muss sich jedenfalls nicht entscheiden und ist auf beiden Messen für Euch vor Ort, damit ihr keine Nachricht und Neuankündigung verpasst.


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