EA-Boss Riccitiello - Interview - »Konsolen machen nur noch 40% des Marktes aus«

Der CEO von Electronic Arts hält die typischen Konsolen-Zyklen für überholt und lobt Nintendo für die Wii U.

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Klassische Konsolen stellen einen immer kleineren Anteil am Gesamtmarkt der Spieleindustrie und sind keine Zugpferde mehr. Deswegen kommt die Wii U gerade recht, allen Unkenrufen zum Trotz, das System sei nicht Next-Gen und nicht der Beginn eines neuen Konsolenzyklus. Dies sagt John Riccitiello, CEO von Electronic Arts, gegenüber Industry Gamers:

John Riccitiello John Riccitiello

»Mit am wenigsten spannend an der Spieleindustrie war, dass alle Hersteller alle fünf Jahre eine neue Konsole oder Plattform auf den Markt gebracht haben mit in etwa gleichen Neuerungen oder Verbesserungen. Man fuhr deren Ernte ein und dann begann wieder alles von vorn. Wir hatten uns daran gewöhnt. Das ist aber kein besonders schlauer Weg, eine Industrie voranzutreiben: Technologiespitzen und das anschließende Einfahren der Ernte. Und sind wir doch mal realistisch. Noch im Jahr 2000 haben Konsolen 80% des Marktes ausgemacht. Heute sind es nur noch 40%, also wie ist jetzt der Stand? (...)

Die am schnellsten wachsende Plattform ist das iPad und das gab es vor 18 Monaten noch nicht einmal. Also mit was widerspricht Nintendo irgendeinem »Zyklus«? Es gibt ja keinen Referenzpunkt mehr. Nintendo veröffentlicht eine neue Plattform die viele Dinge vereint, die wir über Neue Medien und neue Plattformen wie das iPad wissen und intergrieren dies in eine klassische Konsole. Dafür ist in der Industrie gerade die perfekte Zeit.«

Wii U - Mix aus iPad und klassischer Konsole Wii U - Mix aus iPad und klassischer Konsole

Die Wii U wird frühestens im Dezember 2012 auf den Markt kommen. Mit neuen Konsolen von Microsoft und Sony ist vorerst nicht zu rechnen - aber vielleicht schneller als man denkt.

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