EA Originals - »Sucht das nächste Rocket League«, wird von Entwicklern blamiert

Mit EA Originals will der Publisher Electronic Arts neue Talente und kommende Superhits wie »Rocket League finden« und ermöglichen. Blamabel nur, dass Entwickler Psyonix Rocket League EA präsentierte – und nach Hause geschickt wurde.

von Stefan Köhler,
16.06.2016 16:54 Uhr

Rocket League ist sicherlich der Indie-Hit des Jahres 2016. Für sein Partnerprogramm EA Originals wünscht sich Electronic Arts, einen solchen Hit wie Rocket League zu finden und zu veröffentlichen. Das Peinliche: 2011 bot Entwickler Psyonix EA das Sport-Rennspiel an und wurde abgelehnt.Rocket League ist sicherlich der Indie-Hit des Jahres 2016. Für sein Partnerprogramm EA Originals wünscht sich Electronic Arts, einen solchen Hit wie Rocket League zu finden und zu veröffentlichen. Das Peinliche: 2011 bot Entwickler Psyonix EA das Sport-Rennspiel an und wurde abgelehnt.

Es geht um die Talente von Morgen - das ist die Devise hinter Electronic Arts Initiative EA Originals. Mit dem Programm sollen Indie-Entwickler mit vielversprechenden Projekten unterstützt werden. Der Publisher erhält von Einspielergebnissen nur die Kosten zurück, jeglicher Gewinn geht zu 100 Prozent an die Entwickler.

Laut EA-Manager Patrick Söderlund geht es darum, aufstrebenden Indie-Entwicklern zu helfen. Erst in zweiter Linie geht es um Profit:

"Möchte ich der Entdecker von Rocket League sein? Ja. Würde ich mir wünschen, dass das eine EA-Marke ist? Natürlich möchte ich das. Das ist die Idee hinter EA Originals. Wir wollen in der Lage sein, diesen Leuten zu helfen und verstehen, was sie da entwickeln und beim Markteintritt helfen."

So gut das Beispiel Rocket League für einen absolut erfolgreichen Indie-Hit ist: Söderlund hätte es besser nicht erwähnt. Denn beim Rocket-League-Entwickler Psyonix stieß das Zitat vor allem auf Unverständnis.

Laut Designchef Corey Davis habe man 2011 Rocket League dem Partnerprogramm von Electronic Arts vorgelegt - und wurde abgelehnt. Für Davis wird nicht klar, was sich bei EA mittlerweile geändert haben sollte. Psyonix habe mittlerweile 110 Millionen Dollar mit dem Rennspiel-Sport-Crossover erwirtschaftet.

Bleibt zu hoffen, dass EA in Zukunft den richtigen Riecher für Indie-Entwickler findet. Im Rahmen der E3 2016 wurde Fe angekündigt, ein stilisiertes Fantasy-Adventure. 2015 wurde Unravel präsentiert, die Macher Coldwood Interactive sitzen bereits an einem Nachfolger.

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