Electronic Arts - Spieler wollen Spielwelten selbst erschaffen

Liegt die Zukunft in Editoren?

von Volker Stuckmann,
08.08.2007 12:11 Uhr

In Zukunft werden sich Spieler nicht mehr länger mit der Kontrolle über die Spielfiguren zufrieden geben, sondern Sie auch selber erschaffen wollen. Das zumindest prophezeit Glenn Entis, seines Zeichens leitender Vize-Präsident von Publisher Electronic Arts, der Website Variety.

Anzeichen für diese Entwicklung sieht Entis bereits in Spielen wie Die Sims 2. So verbringe der Spieler in der Lebens-Simulation mehr als die Hälfte der Spielzeit mit dem Kreieren seiner Charaktere und Spielwelten anstatt dem eigentlichen Spielgeschehen zu folgen.

Aus diesem Grund könnten sich auch computeranimierte Filme schon bald auf dem absteigenden Ast befinden, so Entis. So entspreche die Zukunft der Unterhaltung unter Umständen weniger dem Anschauen eines Films als der Arbeit eines Computeranimators, der selber virtuelle Welten erschafft. Nun sei es an den Computerspiel-Unternehmen Werkzeuge zu entwicklen, die sich nicht nur an Profis richten, sondern auch »so viel Spaß machen, dass die Leute nicht ihre Finger davon lassen können.«

Als die ersten realistischen, computergenerierten Landschaften und Charaktere über die Bildschirme flimmerten, habe sich für ihn eine ganz neue Welt eröffnet, erinnert sich Entis. Heutzutage sei Computeranimation jedoch kein technisches Wunder mehr und funktioniere inzwischen ebenso schnell wie die Grafik heutiger Computerspiele, weshalb hier auch die Zukunft der Unterhaltung liege. »Wir sehen, dass die Leute überall, in unterschiedlichen Bereichen ihre eigenen Dinge erschaffen wollen«, so Entis.


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