Electronic Arts - Übt Selbstkritik an Mikrotransaktionen in eigenen Singleplayer-Spielen

Dead Space 3 wurde aus mehreren Gründen bereits vor Release kritisiert. Die Spitze des Eisberges waren dann die angekündigten Mikrotransaktionen für das, in erster Linie, Singleplayer-Spiel. Die Umsetzung war wohl nicht die beste Idee, wie jetzt auch Electronic Arts zugibt.

von Sebastian Klix,
13.06.2013 16:51 Uhr

Wär hätte es vermutet: EAs Frank Gibeau ist mit der aktuellen Reputation seines Unternehmens bei den Spielern nicht unbedingt zufrieden.Wär hätte es vermutet: EAs Frank Gibeau ist mit der aktuellen Reputation seines Unternehmens bei den Spielern nicht unbedingt zufrieden.

Electronic Arts hat den Stein zwar nicht ins Rollen gebracht (Stichwort: »Pferdedecke«) und auch aktuell hat man kein Patent auf Mikrotransaktionen in klassischen Singleplayer-Vollpreis-Spielen. So setzen etwa auch Ubisoft (Assassin's Creed 3) oder Square Enix (Hitman: Absolution) auf ein ähnliches Konzept. EA hat der Shitstorm rund ums Thema, gerade bei Dead Space 3, allerdings besonders erwischt, nicht zuletzt, weil sich eben nicht nur frische Waffen kaufen lassen, sondern auch etwa Rohstoffe, um seine Ausrüstung zu verbessern.

Und auch wenn Entwickler Visceral zuvor noch die Mikrotransaktionen in Dead Space 3 verteidigte, zeigt sich nun Publisher Electronic Arts zumindest nicht mehr ganz so sicher, ob das ganze wirklich eine tolle Idee war. Vor allem mit Hinblick auf die Reputation von Spiel und Unternehmen. So dürfte die ganze Sache durchaus ihren Teil dazu beigetragen haben, dass EA zum zweiten Mal in Folge den Titel der »Worst Company in America« verliehen bekam.

»Diese Art Feedback ist für uns Leute bei EA persönlich recht enttäuschend, weil wir unsere Firma und Spiele, die wir machen, lieben. Es ist unser Job, Leute zu unterhalten und zu begeistern. Und wenn unsere Geschäftspraktiken / Firmenpolitik dem im Weg stehen und wir die Reaktionen miterleben, müssen wir das auch zur Kenntnis nehmen. Wir sind auch auf diesem Ohr nicht taub.«, so EA-Lable-Chef Frank Gibeau gegenüber BBC.

Natürlich ist EA damit nicht gleich erklärter Feind von derartigen DLCs und Mikrotransaktionen. Man verweist dabei vor allem auf Online-Inhalte wie bei FIFA Ultimate Team. Dort sei das Ganze mit einem entsprechenden Erlebnis und Gegenwert verknüpft, was man eben in Anspruch nehmen könne oder nicht, da es für das eigentliche Erlebnis nicht nötig sei.

»Bei Dingen, wo wir es richtig hinbekommen, funktioniert das Ganze wirklich toll und die Spieler sind zufrieden damit. Dort wo wir es nicht vernünftig umsetzen oder es verkannt wird, wie etwa bei Dead Space 3, ist das nicht gut und wir müssen mit entsprechenden Änderungen reagieren.«

Quelle: BBC


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