Enslaved: Odyssey to the West - Vorschau für PlayStation 3 und Xbox 360

Die Macher von Heavenly Sword konfrontieren euch in Enslaved mit einer schaurigen Zukunftsvision – euer Leben liegt in den Händen einer Frau!

von Gamepro Redaktion,
03.08.2010 12:01 Uhr

Es ist ja nicht so, dass es noch nicht genug Abenteuerspiele für PlayStation 3 und Xbox 360 geben würde. Doch für hochkarätigen Nachschub ist immer Platz. Erst recht, wenn er einem Meilenstein wie Uncharted 2 ähnelt. »Als Uncharted 2 erschienen ist, hatten wir einen 'Heilige Scheiße'-Moment«, gesteht Tameem Antoniades, der Kreativchef von Enslaved. »Das Klettern, die sehr farbenfrohe Optik, die Art, die Kamera zu verwenden und die Geschichte zu erzählen -- dort wird ein kinoreifer Kassenschlager inszeniert und wir verfolgen das gleiche Ziel.« Wie gut das funktioniert durften wir für euch in Frankfurt beim Publisher Namco Bandai in drei Abschnitten des Spiels selbst ausprobieren. Das Fazit: Euch erwartet ein spannend in Szene gesetzter Flirt aus Kletterpartien, Kämpfen und zwischenmenschlichen Kontakten. So weit, so gut.

Enslaved
Genre: Action
Release: 08.10.2010

Ein ungleiches Paar

Geht es Trip an den Kragen, bekommt auch ihr Schwierigkeiten in Enslaved.Geht es Trip an den Kragen, bekommt auch ihr Schwierigkeiten in Enslaved.

Für Enslaved wählt Entwickler Ninja Theory (Heavenly Sword) ein düsteres Zukunftsszenario aus der Feder von Alex Garland, dem Drehbuchautor des Horrorstreifens »28 Days later«. Bereits im zweiten Kapitel des Spiels begrüßt euch ein New York, das in Trümmern liegt. Maschinen beherrschen die Stadt. Vor den Ruinen des ehemaligen Bahnhofs Grand Central Station analysiert eure Spielfigur zynisch das Verhältnis zu seiner Begleiterin Trip: »Ich bringe dich also so schnell wie möglich nach Hause, damit du mir das Ding an meinem Kopf abnimmst und ich dir den Hals brechen kann.« Ja, Muskelberg Monkey ist sauer. Ein Stirnband zwingt den Hünen, auf den zierlichen Rotschopf mit den grünen Kulleraugen aufzupassen. Das reicht soweit, dass ihr Trip vor den Killer-Robotern beschützt und auch mal Huckepack durch Minenfelder tragt. Beißt euer Ballast ins Gras, endet auch euer Ausflug. Aus diesem Konflikt schöpft das Spiel seinen Reiz. Immerhin sollt ihr die Dame nicht zum Schuhkauf begleiten.

Bekannte Zutaten, neues Rezept

Auf einer Surf-Wolke erkundet ihr in Enslaved die Gegend um die Brooklyn Bridge.Auf einer Surf-Wolke erkundet ihr in Enslaved die Gegend um die Brooklyn Bridge.

Sollte man Enslaved mit fünf Worten beschreiben, dann vielleicht als »Tomb Raider mit guten Kämpfen«. Wenn sich Held Monkey von Vorsprung zu Vorsprung hangelt, erinnert das schon verschärft an die Einsätze von Lara Croft. Es sind diese Momente, in denen man entspannt, sich ganz auf den nächsten Handgriff, den nächsten Sprung konzentriert und die Schönheit der Spielwelt auf sich wirken lässt -- ohne Druck und ohne Stress. Und ansprechend sieht die Geschichte in der Tat aus, auch wenn die Optik aus dem Unreal-Engine-Generator dabei keinen Preis für einzigartige Grafikpracht abräumt.

Was Enslaved von Tomb Raider und seiner Schatzsuch-Romantik abhebt, sind hingegen Gefechte, die diesen Namen auch verdienen. Habt ihr schon einmal Burnout gespielt? Der Moment, in dem ihr mit Monkey einen Gegner von den Beinen holt fühlt sich an, wie in Burnout ein anderes Auto in die Leitplanke zu pressen. Die Kamera zeigt Nahaufnahmen, und wenn Monkey zum finalen Drehschlag ausholt, zelebriert das Spiel den Aufprall mit einer Zeitlupe. »Das hat mehr von Conan als von God of War«, versucht Antoniades das Kampfgefühl in Worte zu fassen. Würde die Rocky-Hymne »Eye of the Tiger« im Hintergrund laufen, wir wären jedenfalls kaum überrascht. Stattdessen verwöhnen euch wie schon in Heavenly Sword Klänge des Orchester- und Flamenco-Experten Nitin Sawhney.

» Lest die Fortsetzung der Preview zu Enlsaved auf Seite 2


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