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Auf geht's

Enslaved - Preview für Xbox 360 und PlayStation 3

Mit Monkey und Trip auf Endzeit-Trip basteln die Heavenly-Sword-Macher Ninja Theory an ihrem neuen Actionspiel. Henry Ernst hat sich für euch das neue Konzept angesehen.

von Henry Ernst,
25.11.2009 13:12 Uhr

Die Animationen der Gesichter sind in Enslaved schon jetzt extrem beeindruckend, jede Stimmung der Protagonisten lässt sich anhand ihrer MImik ablesen.. [PS3]Die Animationen der Gesichter sind in Enslaved schon jetzt extrem beeindruckend, jede Stimmung der Protagonisten lässt sich anhand ihrer MImik ablesen.. [PS3]

Die Faulheit des Menschen ist sein Untergang. Anstatt sich selbst weiterzuentwickeln, macht sich der Homo Sapiens mehr und mehr von Maschinen abhängig, die ihm zuerst lästige Arbeit und dann das Denken abnehmen sollen. Wohin das führen kann, zeigt uns Hollywood seit Jahrzehnten mit schöner Regelmäßigkeit – in der Sekunde, in der künstliche Intelligenzen ein eigenes Bewusstsein entwickeln, beginnen sie damit, ihre Schöpfer als Bedrohung wahrzunehmen und vernichtende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Diesem Szenario folgt auch die Hintergrundgeschichte des Actionspiels Enslaved, das zur Zeit bei Ninja Theory (Heavenly Sword) in Cambridge entwickelt wird. Dass die Entwickler in der Lage sind, Action gekonnt zu inszenieren, haben sie bereits mit Heavenly Sword bewiesen dieses Mal jedoch geht es um mehr, als nur bombastisch inszenierte Action.

Postapokalyptische Renaturierung

Die Geschichte von Enslaved basiert auf einem chinesischen Märchen, das von einen Affen handelt, der mit einem Stab bewaffnet ist. [PS3]Die Geschichte von Enslaved basiert auf einem chinesischen Märchen, das von einen Affen handelt, der mit einem Stab bewaffnet ist. [PS3]

Die Geschichte beginnt einige Jahrzehnte nach dem Ende des Vierten Weltkrieges. Durch den rücksichtslosen Einsatz von biologischen und atomaren Kampfmitteln wurde fast die gesamte Menschheit vernichtet. Besonders hart hat es die Vereinigten Staaten von Amerika getroffen, deren Bevölkerung von über 300 Millionen Einwohnern auf knapp 50.000 Seelen geschrumpft ist. Diese letzten Überlebenden vegetieren in kleinen Gruppen vor sich hin, Zivilisation und Kultur sind im wahrsten Sinne des Wortes am Boden. Da sich diese menschlichen Enklaven außerhalb der Metropolen befinden, hat die Natur damit begonnen, die Landschaften aus Beton und Glas zurückzuerobern. Ähnlich wie in den Filmen »12 Monkeys« oder »I Am Legend« sprießt Gras aus den Löchern im aufgebrochenen Asphalt, gewaltige Bäume stehen Seite an Seite mit den Überresten zerstörter Wolkenkratzer und wilde Tiere streifen durch die Straßen. Natürlich gibt es einen Grund dafür, warum die Menschen die Städte verlassen haben. Und der hat nichts mit Renaturierung, sondern mit Maschinen zu tun.

Ein Mann namens Affe

Über den Städten patrouillieren riesige Luftschiffe, die von Maschinenwesen kontrolliert werden und Jagd auf Menschen machen, um sie einzufangen und zu verschleppen. Was die Roboter mit den gefangenen Menschen anstellen, ist ein Rätsel, denn niemand, der jemals von den Maschinen geschnappt wurde, ist zurückgekehrt, um davon zu erzählen. Aus diesem Grund hält sich Monkey, der Held des Spiels, so weit wie möglich von den verlassenen Städten fern und versucht, auf sich gestellt zu überleben. Dank seiner enormen Körperkraft ist Monkey ein hervorragender Kämpfer und Überlebenskünstler. Allerdings gehört er nicht unbedingt zu den hellsten Lichtern an Gottes weitem Firmament, weswegen er auftauchende Probleme am liebsten mit roher Gewalt löst. Unglücklicherweise verschlägt es den Muskelberg zu Beginn des Spiels doch in die Ruinen einer Stadt, und es kommt, wie es kommen muss: Der Hüne wird nach einem harten Kampf von Robotern überwältigt und an Bord eines der Sklavenschiffe gebracht. Hier trifft Monkey auf eine etwas naiv wirkende junge Dame mit dem Namen Trip. Im Gegensatz zum knurrigen Heroen ist Trip eine echte Quasselstrippe, die über hervorragende Computerkenntnisse verfügt und das Wohl der Gemeinschaft über das des Individuums stellt. Trotz offensichtlicher Antipathie raufen sich die beiden Charaktere zu Beginn des Abenteuers zusammen, um von dem Schiff zu entkommen. Während sich Trip in die Systeme des Schiffes hackt, um den Kurs zu ändern, hält ihr Monkey die anstürmenden Roboter vom Hals. Dummerweise macht Trip einen Fehler und aktiviert die Selbstzerstörung des riesigen Schiffes, das sich im wahrsten Sinne des Wortes in seine Bestandteile auflöst.

Sei brav oder deine Birne explodiert

Riesige Teile der Außenhülle werden von mächtigen Explosionen in den Himmel geschleudert, unter dem sich ein von Pflanzen überwuchertes New York bis zum Horizont ausbreitet. Mit der KI-gesteuerten Trip im Schlepptau springt Monkey von einer Plattform zur nächsten, hangelt sich an rasiermesserscharfen Kanten entlang und versucht, dem um sich greifenden Inferno zu entkommen. Doch vergebens: Als das Schiff mit einem Wolkenkratzer kollidiert, verliert Monkey das Bewusstsein und findet sich einige Minuten später in den Ruinen der Grand Central Station wieder. Während der Held im Reich der Träume weilt, offenbart sich dem Spieler in einer Zwischensequenz, dass Trip zwar naiv, aber keineswegs dämlich ist. Die junge Dame ist sich ihrer eigenen Schwächen durchaus bewusst und weiß, dass sie es niemals ohne fremde Hilfe zurück in ihr Dorf schaffen würde. Sie weiß allerdings auch, dass der egoistische und ungehobelte Monkey ihr keineswegs freiwillig helfen wird. Aus diesem Grund programmiert Trip blitzschnell ein Sklavenband um, das sie von Bord des Luftschiffes gemopst hat, und stülpt es ihrem Begleiter über den Kopf. Wie der Name schon sagt, dient das Band dazu, seinen Träger unter Kontrolle zu halten. Im Spiel bedeutet das: Sobald sich Monkey aus Trips Sichtfeld bewegt oder etwas tut, was der Rothaarigen nicht gefällt, sendet das Band Schmerzimpulse aus. Sollte Trip ums Leben kommen, sprengt sich Monkeys Kopfschmuck in die Luft – mit fatalen Folgen für seinen Träger.

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