Fable 3 - Vorschau für Xbox 360

Designer-Legende Peter Molyneux und sein Studio Lionhead laden zum dritten Teil der Fable-Saga. Wir haben das Action-Rollenspiel in London angespielt.

von Markus Schwerdtel,
17.08.2010 12:30 Uhr

Fable 3: Ob ihr als Prinz oder Prinzessin in das Abenteuer zieht, bestimmt ihr zu Beginn des Spiels selbst. [360]Fable 3: Ob ihr als Prinz oder Prinzessin in das Abenteuer zieht, bestimmt ihr zu Beginn des Spiels selbst. [360]

Wer bei Zahnarzt und Friseur einschlägige Postillen liest weiß: Royals führen ein wildes Leben. Da heiraten Prinzessinnen Fitness-Trainer, Kronerben feiern Alkoholexzesse und Thronfolger verprassen ihre Apanage auf Luxustrips. Und all das natürlich unter den Augen der Yellow Press und ihren Paparazzi. Da hat es der Held aus Fable 3 für die Xbox 360 leichter. Zwar war sein Vater (die Hauptfigur aus Fable 2) ebenfalls König, doch seit dessen Tod richten sich die Augen der Untertanen auf den großen Bruder unseres Helden. Der regiert – ganz anders als der Papa – das schöne Albion nämlich mit eiserner Knute, richtet Aufständische brutal hin und zerstört obendrein durch gnadenlose Industrialisierung die lieblichen Landschaften. Das muss der jüngere Prinz verhindern! Wir sind in London in die königlichen Klamotten des jungen Adligen geschlüpft und haben in die ersten drei Stunden von Fable 3 reingeschaut.

Fable 3
Genre: Rollenspiel
Release: 29.10.2010

Fable 3 = Fable 2?

Fable 3: Im Waffenzimmer eures Refugiums begutachtet ihr die aktuell verfügbaren Klingen und Knarren. [360]Fable 3: Im Waffenzimmer eures Refugiums begutachtet ihr die aktuell verfügbaren Klingen und Knarren. [360]

Wie spielt sich Fable 3 eigentlich? Genau wie Fable 2! Das Kampfsystem ist nahezu identisch, ihr wechselt fliegend zwischen Nah-, Fern- und Magieangriffen. Je nach Waffeneinsatz verstärkt ihr die jeweilige Fertigkeit. Wer viel mit dem Schwert zuhaut, wird mit der Zeit automatisch ein besserer Schwertkämpfer, logisch. Natürlich ist auch wieder ein Hund mit von der Partie, der angeschlagene Gegner angreift, vor allem aber verborgende Truhen und Schätze aufspürt. Und wie früher kann der Held mit jedem Bewohner Albions sprechen, Gesten an ihm ausprobieren, Freundschaft schließen oder ihn/sie sogar heiraten. Waren die Lionhead-Entwickler also einfach faul und haben ganze Programmteile aus Fable 2 rüberkopiert? Nein, denn alle Elemente fühlen sich flüssiger, ausgereifter an – gut so.

Fable 3: Spannende Missionen

Fable 3: Voll ausgebaute Zaubersprüche hauen mächtig rein und brennen ein Effekt-Feuerwerk ab. [360]Fable 3: Voll ausgebaute Zaubersprüche hauen mächtig rein und brennen ein Effekt-Feuerwerk ab. [360]

Um eine Revolution anzuzetteln und den bösen Bruder zu stürzen, braucht der namenlose Prinz (oder Prinzessin, ihr entscheidet euch zu Spielbeginn) vor allem eine große Gefolgschaft. Also sammelt ihr in Fable 3 nicht wie noch im Vorgänger profane Erfahrungspunkte, sondern vielmehr Anhänger in der Bevölkerung. Das geht natürlich am besten durch gute Taten: Mal müsst ihr ein verirrtes Mädchen aus einer Höhle retten, mal als Hahn verkleidet (das Kostüm!) Hühner einfangen, mal ganz profan Banditen erledigen. In einer ziemlich abgefahrenen Aufgabe versetzt ihr euch in die Gedankenwelt eines lang verstorbenen Schriftstellers, um dort die Schlüsselszenen seiner wichtigsten Stücke nachzuspielen – ziemlich abgedreht, aber auch irre lustig! Damit ihr euch bei all den unterschiedlichen Aufgaben nicht verzettelt, gibt es wieder den aus Fable 2 bekannten Leuchtpfad, der euch zum nächsten Ziel der gerade aktiven Quest führt.


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