Seite 2: Fahrenheit im Test - Test für Xbox und PlayStation 2

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Keine Zeit zum Entspannen

Eines muss man Fahrenheit lassen: Die Atmosphäre ist unschlagbar dicht und fesselnd! Ihr fühlt euch wie in einen spannungsgeladenen Film versetzt. Screen: Xbox Eines muss man Fahrenheit lassen: Die Atmosphäre ist unschlagbar dicht und fesselnd! Ihr fühlt euch wie in einen spannungsgeladenen Film versetzt. Screen: Xbox

Durch den ständigen Wechsel der Hauptdarsteller seid ihr immer auf Achse. Während ihr mit Carla und Tyler auf Verbrecherjagd seid und euch allmählich durch den Indiziendschungel bahnt, müsst ihr mit Lucas und seinem Bruder dahinter kommen, warum ihr den Mord begangen habt, dürft euch dabei aber nur unauffällig verhalten. Gerade mit Lucas bleibt euch häufig die Wahl, wie ihr mit eurer Umwelt interagiert: Wollt ihr in Gesprächen subtil vorgehen? Oder lieber mit der Tür ins Haus fallen? Es liegt alles an euch. Allerdings gibt es auch bei Fahrenheit Grenzen: Verhaltet ihr euch so, dass der Handlungsstrang nicht weitergeführt werden kann, bricht das Spiel ab und ihr müsst das Kapitel noch einmal probieren. Ein Beispiel: Als Lucas am Morgen nach seiner Tat in seiner Wohnung von Albträumen geplagt wird und mit einem markerschütternden Schrei aufwacht, ruft eine verängstigte Nachbarin gleich mal die Polizei. Als die Streife dann an eurer Wohnung eintrifft, bleiben euch nur wenige Minuten, bis sich die Ordnungshüter gewaltsam Zutritt verschaffen. Ihr müsst also eure blutverschmierten Klamotten in die Waschmaschine stecken, die schmutzigen Laken bedecken und darauf achten, dass sich nichts Verdächtiges in eurer Bude befindet. Ein Splitscreen macht euch neben einer Zeitleiste dann deutlich, wie die Nerven der Ordnungshüter strapaziert werden.

Der Film zeigt Risse

Die Action-Einlagen erfordern schnelle Reflexe. Ihr müsst die beiden Analog-Sticks in die entsprechende Richtung ziehen. Screen: Xbox Die Action-Einlagen erfordern schnelle Reflexe. Ihr müsst die beiden Analog-Sticks in die entsprechende Richtung ziehen. Screen: Xbox

So spannend Fahrenheit auch erzählt sein mag, spielerisch kann es seine Probleme nicht verbergen: Die Schwierigkeiten mit der Orientierung sind zwar oft umgänglich, nerven aber gerade bei Aufgaben, in denen Zeit eine wichtige Rolle spielt. Gerade unter Druck kann die Suche nach einem Schlüssel zur echten Zerreißprobe werden. Wenn die Kamera-Perspektiven selbständig gewechselt werden, passiert es häufig, dass euer Charakter einige Momente in die falsche Richtung läuft. Hinzu kommt noch, dass euch metergroße Logiklöcher die Haare ausfallen lassen: Am Tatort untersucht ihr mit Carla alles, was euch ins Auge sticht. Die Mordwaffe ist aber einfach nicht zu finden. Wenn ihr dann zu Tyler wechselt, kann er auf einmal andere Gegenstände untersuchen und wird fündig. Technisch ist das Spiel zwar kein Überhammer, die Grafik stützt die spannende Atmosphäre aber hervorragend. Auch der Soundtrack hat uns gut gefallen: Die getragenen Musikstücke brechen in nervenzerfetzende Attacken aus, die euer Blut in Wallung bringen. Leider stellen sich die deutschen Sprecher oft als falsche Wahl heraus. Gerade der Sprecher von Lucas klingt leider, als ob er gleich einschlafen würde.

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