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Far Cry - Filmkritik - Uwe Bolls neueste Videospiel-Verfilmung in der Kritik

Boll, Schweiger, Möller - was kann da noch schiefgehen. Viel. GameStar-Kollege Michael Graf hat sich Uwe Bolls neuesten Streifen angeschaut.

von Michael Graf,
25.09.2008 17:05 Uhr

Der Ausdruck »a far cry from« bedeutet »weit entfernt von«. Wie passend: Der Kinofilm zum Shooter Far Cry startet zwar am 2. Oktober, ist aber trotzdem weit entfernt – nämlich von Qualität.

ACHTUNG: Die Filmkritik enthält Spoiler!

Das erste gesprochene Wort lautet »Shit«. In den folgenden 90 Minuten gibt sich der Kinofilm Far Cry alle Mühe, diesem Auftakt gerecht zu werden – Grund genug für uns, Sie vor der Leinwand-Version des Shooters zu warnen, die am 2. Oktober ins Kino kommt. Großes erwarten wir eh nicht, als wir während der Games Convention die englische Fassung sehen. Eigentlich hatten wir nicht mal Mittelmäßiges erwartet, als im Februar 2004 (einen Monat vor dem Verkaufsstart des Spiels!) der Name des Produzenten und Regisseurs aus dem Magazin »Hollywood Reporter« sickerte: Uwe Boll, jene laut dem Transformers-Drehleiter Michael Bay »traurige Gestalt«, die seit ihrem Debüt House of the Dead von 2003 Spiel um Spiel ins Kino knüppelte – und dabei den Begriff »Qualität « mied wie Gothic 3 den Begriff »bugfrei«.

>> Zum GameStar-Interview mit Regisseur Uwe Boll
>> Zum GameStar-Interview mit Hauptdarsteller Til Schweiger

Klar, dank ihrer plumpen Dialoge und billigen Effekte kann man Bolls Werken einen gewissen »trashy« Müllcharme zusprechen, zumal es dem Produzenten regelmäßig gelingt, prominente Darsteller zu verpflichten. Für die Heldenrolle in Far Cry angelte er den deutschen Hollywood-Beau Til Schweiger. Doch heben bekannte Gesichter auch die Filmqualität? Haha! Hahaha! Wir denken nicht im Traum daran, diese Frage mit einer Antwort zu würdigen.

Vereinfachtes Simpelspiel

Dass literarischer Tiefgang nicht gerade zu den herausragenden Stärken des Shooters Far Cry zählte, dürfte bekannt sein. Das Handlungstelegramm: Bootskapitän Jack schippert Journalistin Valerie zu Tropeninsel STOP Valerie wird entführt STOP Jack ballert auf Söldner und Mutanten STOP Jack rettet Valerie STOP Jack besiegt Mutantenschöpfer Dr. Krieger. Doch die Drehbuchautoren schaffen es, diese Simpelstory noch zu vereinfachen. Denn dem Leinwand-Abklatsch fehlt das Überraschungselement des Spiels: Doyle, der Jack als Helfer anfunkt, sich aber später als Verräter entpuppt.

Til Schweiger übernimmt natürlich die Rolle des Kapitäns und Ex-Soldaten Jack Carver, der mehrfach als Deutscher bezeichnet wird. Als Deutscher! Namens Jack Carver! Ist klar. Jack befördert die Journalistin Valerie (Emmanuelle Vaugier, Spielern bekannt aus Need for Speed: Carbon), auf eine Tropeninsel, wo ... halt! Keine Tropeninsel, sondern ein Eiland vor der kanadischen Küste. Wir verstehen schon, dort waren die Dreharbeiten billiger. Ergo liegt das Genlabor des Mutantenforschers Dr. Krieger (verkörpert vom Trash-Star Udo Kier) nicht unter einem Vulkan, sondern in einer Holzfabrik. Einer Holzfabrik! Warum forscht der Mutantenpapa nicht gleich im Frittierstübchen der örtlichen Pommesbude? Paradiesstrände und Dschungel entfallen eh, Uwe Bolls Far Cry bietet Wald, Flüsse, Dreck und noch mehr Wald.

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