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Fez im Test - Im siebten Pixel-Himmel

Charmant, clever und vor allem schön abseits des Mainstreams: Fez fetzt im Test für Xbox Live, denn so schlau war 2D noch nie - auch weil es nicht nur 2D ist.

von Patrick Mittler,
18.04.2012 13:33 Uhr

Selten bekommt ein Downloadgame schon vor dem Release so unverschämt viel Lob wie Fez . Das Knobel-Jump’n’Run heimste etliche Preise ein und ist sogar ein Hauptbestandteil der Spiele-Doku namens Indie Game: The Movie. Knapp fünf Jahre nach der Ankündigung ist Fez nun endlich fertig und wir fragen uns: Sind die Vorschlusslorbeeren gerechtfertigt? Ohne viel zu spoilern lautet die Antwort: Und wie sie es sind!

In Fez schlüpft ihr in die weiße Pixelhaut von Gomez, einem charmanten Kerlchen mit großem Kopf, das in einem friedlichen Pixeldörfchen lebt. Obwohl alles in krümeligem 2D gehalten ist, sticht uns sofort die Liebe zum Detail ins Auge. Die Welt von Fez ist ebenso bunt wie kreativ gestaltet. Überall kriechen, wuseln und fliegen kleine Pixeltierchen durch die Landschaft. Aus den Boxen kommt ein manchmal märchenhafter, mal entspannender und ein anderes Mal unheimlicher Synthie-Sound.

Fez - Screenshots ansehen

Besonders witzig sind die vielen Anspielungen auf Spiele-Klassiker. Öffnet ihr etwa eine Truhe, lässt euch das entsprechende Sample sofort an die Zelda-Serie denken. Kurz: Fez bringt den schon so oft heraufbeschworenen Retro-Charme aus 8-Bit-Zeiten eindrucksvoll auf die Xbox 360.

Die Welt stürzt ab

Der bunte Würfel ist eure helfende Hand, erklärt aber lediglich die grundlegendsten Dinge.Der bunte Würfel ist eure helfende Hand, erklärt aber lediglich die grundlegendsten Dinge.

Die Reise von Gomez beginnt gemütlich: Ihr könnt laufen, hüpfen und an bestimmten Wänden klettern. So erreicht ihr die Spitze des Dörfchens und euer Abenteuer geht richtig los. Gomez wird Zeuge eines seltsamen Ereignisses in dem ein allmächtiger goldener Würfel in viele Einzelteile zerspringt und die Spiel-Realität dermaßen aus den Angeln hebt, dass diese plötzlich Bugs bekommt und schließlich in einer dicken Fehlermeldung zusammenbricht.

Das ist an sich schon ziemlich schräg und surreal, in dem Tonfall geht es aber konstant weiter. Gomez erwacht anschließend wie zu Spielbeginn in seinem Bett, nur diesmal ist einiges anders. Das Kerlchen hat nun nicht nur einen schmucken roten Hut (das titelgebende Fez) auf der riesigen Rübe, sondern auch eine fundamentale Erkenntnis gewonnen: Seine Welt hat eigentlich drei Dimensionen!

Die Welt ist flach. Oder doch nicht?

»Es gibt eine Welt hinter deiner Welt. Eine Dimension hinter der, in der du lebst.« So erklärt ein kleiner schwebender Quader die Situation. Nun liegt es an Gomez, diese Welt zu retten und dazu muss er goldene Würfel sammeln (die Bruchstücke des dicken Dings, das anfangs in die Luft flog). Durch sie schließt ihr Türen auf, die wiederum in neue Abschnitte und Levels führen. Jedoch sind die achteckigen Teile gut versteckt und um sie zu finden, muss Gomez seine neue Fähigkeit nutzen: den Wechsel der Perspektive.

Per Schultertrigger dreht ihr die Welt um 90 Grad. Dabei wird kurz die 3D-Struktur der Umgebung sichtbar, die Perspektive stoppt aber immer wieder in einer flachen 2D-Ansicht und auch die ganzen Objekte, Landschaften und Plattformen werden wieder zu 2D-Pixeln. Das hat praktischen Nutzen. Der Perspektivenwechsel offenbart beispielsweise versteckte Areale, dreht Plattformen in Reichweite oder verkürzt unmögliche Sprünge zu kleinen Hüpfern.

Die Dreherei der Ansicht fordert auf kreative Art und Weise euer räumliches Denken und eure Kombinationsgabe. Zwei einfache Beispiele aus frühen Levels: In einem Raum steht ein Kamin. Platziert ihr Gomez vor der Öffnung und dreht die Perspektive, steht das Kerlchen auf der anderen Seite des Schachts und in einem neuen Raum mit einem funkelnden Würfelteil. Ein anderes Mal ist die horizontale Lücke zwischen zwei Kletteranken zu groß. Flugs die Ansicht gedreht, schon überlappen sich die beiden Aufstiegshilfen und ihr kommt auf die höhere Plattform.

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