Nach Skandal-Tweets - PSV Eindhoven verpflichtet FIFA-Spieler & feuert ihn zwei Tage später

Eigentlich sollte es eine lange und fruchtbare Zusammenarbeit werden, doch am Ende trennte sich PSV Eindhoven nur zwei Tage nach der Verpflichtung wieder vom FIFA-Profi Tony Kok. Schuld daran ist dessen Online-Verhalten.

von Hannes Rossow,
17.07.2017 10:15 Uhr

Tony Kok hatte bei PSV Eindhoven kein Glück.Tony Kok hatte bei PSV Eindhoven kein Glück.

Große Fußballklubs werfen immer öfter auch ein Auge auf den eSport und kümmern sich darum, auch auf diesem Feld vertreten zu sein. In der Regel werden dann FIFA-Spieler verpflichtet, die unter dem Namen des Vereins an großen Turnieren teilnehmen. Während in Deutschland vor allem der VFL Wolfsburg eine Vorreiterrolle einnimmt, wollte in den Niederlanden jetzt die PSV Eindhoven die Fühler nach eSport-Talent ausstrecken. (via Kotaku)

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Auf die Verpflichtung des 22-jährigen FIFA-Spielers Tony Kok war der Verein daher besonders stolz und produzierte sogar einen Trailer zum Neuzugang.

Allerdings trennte sich der Klub nur zwei Tage später wieder von Kok und berief sich dabei auf dessen "Online-Verhalten". Wie sich nämlich herausgestellt hat, ist Kok in den letzten Jahren auf Twitter durch sexistische Äußerungen aufgefallen. Die entsprechenden Tweet hatte Kok zwar gelöscht, manche Beispiele wurden von Fans allerdings wieder ausgegraben.

In einem besonders problematischen Tweet beschimpfte Kok, der eigentlich Fan von Ajax Amsterdam ist, die Anhänger von PSV Einhoven als "gay". Toon Gerbrands, General Manager bei PSV Eindhoven, zeigte sich im Gespräch mit der Website Omroep Brabant peinlich berührt:

"Das Verhalten, dass Kok online an den Tag gelegt hat, ist derart weit von den Werten von PSV entfernt, dass eine Fortführung der Zusammenarbeit unmöglich ist. Das war eine hoffnunglose und peinliche Situation für und auch für uns."

Kok spricht währenddessen von einer Schmutzkampagne gegen ihn, obwohl sein Management eingesteht, dass er für seine Äußerungen letztlich selbst verantwortlich ist.


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