Artikel

Die Artikelübersicht mit Aktuellem und Hintergründen zu Konsolenspielen: GamePro.de testet in Previews vorab zukünftige Spiele, schaut in History-Artikeln zurück und wagt in Interviews oder Specials einen Blick hinter die Kulissen der Spielewelt.
Seite 1 2

Filmkritik zu 96 Hours - Taken 2 | Seite 2

Daddy saves the day. Again.

Diesmal andersrum

Dass Mills dieses Mal auf Töchterchen Kim zählen muss, dürfte schon für Stirnrunzeln beim Publikum sorgen. Aber warum nicht? Megaton legt bei seiner Inszenierung ganz offensichtlich wenig Wert auf Logik oder Realismus, also scheint alles erlaubt. Und so lässt er Kim über die Dächer Istanbuls klettern und sorgt dafür, dass sie ihren entführten Vater möglichst spektakulär ausfindig macht - indem sie Handgranaten um sich wirft nämlich. Wer wissen will, wie das funktioniert, sollte sich den Film ansehen, wir wollen hier nicht zu viel verraten.

Die Monster Uni (20. Juni 2013)
Mike und Sully sind wieder da! In Die Monster Uni erzählt Pixar, wie sich die beiden Erschreck-Experten an der Universität der Angst kennengelernt haben.

Luc Besson hat sich das Sequel ganz offensichtlich ein wenig aus den Fingern gesogen. Trotzdem wirkt die Prämisse zumindest ansatzweise plausibel: Ein Vater, der Rache am Mord seines Sohnes üben will. Mills möchte ja eigentlich gar nicht mehr kämpfen. Lieber würde er das schöne Istanbul genießen und wieder mit seiner Exfrau anbändeln. Aber: was muss, das muss. Und so bleibt es nicht aus, dass Liam Neeson einige Nahkampfeinlagen hinlegt und wild um sich ballert.

Ein paar Logikfehler stören dann aber doch: Vater und Tochter setzen ihr Auto geradewegs durch das Tor und mitten in den Hof der amerikanischen Botschaft, um ihrem Verfolger zu entkommen. Wie es sein kann, dass Mills dann in der nächsten Szene schon wieder hinter den Übeltätern her ist, wird nicht erklärt. Da ist auch der nebenbei erwähnte Freund, der wohl Verbindungen zur Botschaft hat und ihm geholfen haben will, wenig befriedigend.

Legitime Gewalt?

96 Hours - Taken 2  : Auch im zweiten Taken-Film zeigt Liam Neeson wenig Zurückhaltung bei seinen Gegnern. Auch im zweiten Taken-Film zeigt Liam Neeson wenig Zurückhaltung bei seinen Gegnern. Liam Neesons Figur ist zwiespältig. Als Zuschauer steht man schnell hinter dem Helden und will, dass er seine Gegner ausschaltet. Dennoch musste sich Luc Besson nach dem ersten Teil viele Vorwürfe in Richtung Gewaltverherrlichung anhören. Auch im Sequel ist die Brutalität nur ansatzweise runtergeschraubt worden. Mills will zwar eigentlich gar nicht kämpfen, sieht sich aber doch immer wieder zum Morden gezwungen. Ein innerer Konflikt, der gegen Ende des Films noch einmal zur Sprache gebracht wird. Eine moralische Geste, die sich wohl am ehesten an kritische Zuschauer wendet.

Fazit

Anne Facompre: Für Genre-Anhänger und Fans des ersten Teils ist 96 Hours – Taken 2 fast schon Pflicht. Mit dem dreifachen Budget sorgt Megaton für mehr Tempo, was dem Film sehr gut tut. Und Liam Neeson strotzt der irrwitzigen Geschichte mit einer souveränen Performance, die immer unterhaltsam bleibt. Wer bei diesem Rachefeldzug also keine moralischen Bedenken hegt, dürfte an dem Spektakel seine Freude haben.

INHALTSVERZEICHNIS

Seite 1
Seite 2
Diesen Artikel:   Kommentieren (4) | Drucken | E-Mail
FACEBOOK:
TWITTER:
 
WEITERE NETZE: Weitersagen
Sagt uns eure Meinung (» alle Kommentare)
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten!
» Zum Login

Noch nicht in der GamePro-Community angemeldet?
» Zur kostenlosen Anmeldung
Erster Beitrag  |  » Neuester Beitrag
1
Avatar
28cm
#1 | 10. Okt 2012, 18:26
Der film hatte vor paar wochen bei imdb über 8.5 punkte, und zurzeit hat er nur 7 punkte.
Der film is glaube ich bischen enteuschent im vergleich zum letzten taken.
rate (1)  |  rate (0)
Avatar
Lord_Drake
#2 | 11. Okt 2012, 10:26
Wenn ich das schon wieder lese: "Moralische Bedenken"

Auch wenn es nur ein Film ist, aber wer Hand an meine Tochter legt, oder sie, wie im ersten Teil, entführt und prostituiert, der lebt nicht lange, sofern ich die Möglichkeit dazu habe.
rate (1)  |  rate (1)
Avatar
saphir
#3 | 12. Okt 2012, 14:04
An sich ist Taken 2 meiner Meinung nach kein schlechter Film, aber wenn man den Vorgänger gesehen hat doch schon eine ziemliche Enttäuschung.
rate (0)  |  rate (0)
Avatar
Average Joe
#4 | 12. Okt 2012, 20:28
Fand den Film nicht gut.

Mal gar kein Vergleich zum ersten Teil. Nicht annähernd.

Hat eher Fernsehproduktions-niveau als Kino. Frage mich wo die 80 Millionen drin investiert wurden.
Das wirkte Teilweise wie RTL-Produktionen a la Der Clown...

Dazu noch eine grottige Kamera.

Da kann auch ein Liam Neeson nix mehr richten.
rate (0)  |  rate (0)
1

PROMOTION
 
Werde Fan von GamePro auf Facebook GamePro auf Twitter folgen Alle RSS-Feeds von GamePro.de Jetzt GamePro-Newsletter bestellen
IDG Entertainment Media GmbHIDG Entertainment Media GmbH - alle Rechte vorbehalten GAMEPRO MEDIA