Seite 2: Teenage Mutant Ninja Turtles - Ein ultraheißes Team. Na logo.

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Schauspielauftrag: Im Bild stehen

Der eigentliche Höhepunkt des Film, eine halsbrecherische Rutschpartie am Rande eines Berges, geht glatt als brachiale Attacke auf den Sehnerv durch. Wenn sich im tiefsten Schneegestöber plötzlich Schildkröten, Jeeps und Schlepplaster um die eigene Achse drehen, überschlagen, rotieren und zerbersten, während die Turtles fröhlich vor sich hin kalauern und das Bild minutenlang zwischen Zeitlupeneffekten uund Echtzeit umherwechselt, dann ist das irgendwann einfach nur noch anstrengend.

Die zentrale Actionsequenz ist ein quietschbuntes, völlig wirres CGI-Tohubawohu, das nach drei Sekunden ermüdend wirkt. Die zentrale Actionsequenz ist ein quietschbuntes, völlig wirres CGI-Tohubawohu, das nach drei Sekunden ermüdend wirkt.

Hinzu kommt, dass die Entscheidung, sowohl die Turtles als auch Fiesling Shredder am Computer zu animieren nur in den ruhigen Momenten Sinn macht. Gerade während der Kampfsequenzen, also immer dann, wenn die Ninjas tatsächlich mal Ninja sein müssen, wirkt die Choreografie seltsam plump und unnatürlich. Noch falscher wirkt da eigentlich nur das Lachen von Megan Fox.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: im Rahmen der Rolle als drollig-naives Powerfrauchen April O'Neil macht Madame Fox ihren Job schon ganz gut - was man eben erwarten kann, wenn die Leistung aus aufgeregtem Schreien, aufgeregtem Staunen und aufgeregtem Aufgeregtsein besteht. Und sexy aussehen natürlich. Auch das altertümliche Frauenbild stammt damit also direkt aus den Neunzigern.

Meister Splinter hat leider nur einen kurzen Auftritt - von dem hätten wir gern mehr gesehen. Meister Splinter hat leider nur einen kurzen Auftritt - von dem hätten wir gern mehr gesehen.

Fazit

David Hain: Nach all der Kritikerschelte um die Turtles-Neuauflage, ist es schwer, noch einen vorurteilsfreien Blick auf dieses Retro-Revival zu werfen. Und genau da liegt vielleicht der Knackpunkt: Wer frei von Erwartungen und einer angemessen großen Nostalgie-Brille ins Kino geht, um anderthalb vergnügte Stunden an seine Kindheit erinnert zu werden - der wird mit den neuen Turtles seinen Spaß haben.

Vor allem die erste Stunde ist ein herrlich trashiger Ausflug in eine Zeit, als Skateboards und Cowabunga-Schlachtrufe noch cool, launiges Geplaudere zwischen zwei Handkantenschlägen noch charmant war. Leider will Turtles gegen Ende hin dann plötzlich ernsthafte Blockbuster-Unterhaltung werden - und das funktioniert nicht. Dafür ist die Action zu albern, sind die Charaktere zu hohl. Und überhaupt: man muss schon ebenfalls ein Relikt aus den Neunzigern sein, um richtig mitfeiern zu können.

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