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Final Fantasy 7 im Test - Als Touri durch Midgar

Das altehrwürdige Final Fantasy 7 hat schon zahlreiche Plattformen erobert. Lohnt die Rundreise durch Midgar auch im Test für iPhone und iPad?

von Jan Knoop,
25.08.2015 13:28 Uhr

Final Fantasy 7 - Launch-Trailer zur iOS-Version 1:32 Final Fantasy 7 - Launch-Trailer zur iOS-Version

Final Fantasy 7 ist nahezu unkaputtbar - unzählige Portierungen und Millionen verkaufter Exemplare sprechen für sich. Nun dürfen wir erneut die Reise nach Midgar antreten, dieses Mal sogar von unterwegs auf unserem iPad. Angesichts fehlerhafter Mobile-Umsetzungen der Vergangenheit fragen wir uns: Können wir den Ausflug auf bunten Chocobos genießen oder verkommt der Trip zu einer Kaffeefahrt des Schreckens?

Auf Gaia nichts Neues

Für all jene, die noch nie durch Midgar und Umland gestreift sind, sei hier noch einmal die Geschichte umrissen: In einer dystopischen Zukunft zapft der Megakonzern Shin-Ra den Planeten Gaia mittels Reaktoren an und beraubt ihn seiner Mako genannten Lebenskraft. Eine Gruppe von Widerstandskämpfern namens Avalanche stellt sich den Machenschaften entgegen. Nachdem der Protagonist Cloud Strife dort anheuert, wird aus dem anfänglichen Guerillakrieg bald eine planetenumspannende Weltenrettung gegen den zum Gott aufstrebenden Sephiroth - persönliche Rachemotive inklusive.

Final Fantasy 7 - Screenshots (iOS-Version) ansehen

Das Spiel selbst hat sich ebenfalls nicht verändert. Aufs Gröbste heruntergebrochen funktioniert die motivierende Mischung aus Rollenspiel, Kampf und Erkundung etwa so: Wir erforschen mit unserer dreiköpfigen Party verschiedene Gebiete. Kämpfe finden in einem gesonderten Kampfmodus statt, in dem wir unseren Streitern quasi-rundenbasiert Angriffs- und Zauberbefehle erteilen.

Die Geschichte von Final Fantasy 7
Final Fantasy 7 erschien in seiner Ursprungsfassung zunächst 1997 für die Playstation 1, ein Jahr später konnten auch PC-Spieler zugreifen. Wenn man Spieler auf den Titel anspricht, denken die meisten vermutlich an Aeris' tragisches Schicksal, die seinerzeit fantastische audiovisuelle Inszenierung (Videosequenzen im Hintergrund!) oder die eigene Chocobofarm.

Durch den Erfolg des Spiels folgten unter dem Titel Compilation of Final Fantasy 7 zahlreiche Pre- und Sequels (etwa der Third-Person-Shooter Dirge of Cerberus für die PS2) und Auskopplungen in anderen Medien (wie der Animationsfilm »Advent Children« aus dem Jahre 2005).

2009 wurde das Spiel nahezu unverändert als Downloadtitel im Playstation Network veröffentlicht, ehe 2013 eine HD-Fassung auf Steam erschienen ist, auf der auch die iOS-Fassung basiert. Fans dürfen sich zudem auf ein komplettes Remake des Spiels für die Playstation 4 freuen, das auf der E3 2015 von Sony angekündigt wurde.

Im Tal der Button-Nebel

Erstmals kommt das Spiel für Mobilsysteme mit Touchscreen - und zwar auf Basis der Steamfassung, die mit höher aufgelösten Texturen aufwartet. Die Steuerung des Ports ist allerdings kaum an die Besonderheiten der Plattform angepasst: Wir kontrollieren Cloud mittels eines virtuellen Playstation-Controllers, dessen Analogstick und Tasten halbtransparent auf dem Bildschirm liegen und uns permanent die Sicht versperren. Auch in Menüs und Kämpfen müssen wir umständlich Knöpfe drücken, statt die Optionen direkt mit unserem Finger auszuwählen. Portierungsbedingt begleitet uns zudem ein schwarzer Streifen am Bildschirmrand.

Das Steuerungslayout wurde leider 1:1 von der Playstationfassung übernommen. Gesteuert wird über eingeblendete virtuelle Tasten.Das Steuerungslayout wurde leider 1:1 von der Playstationfassung übernommen. Gesteuert wird über eingeblendete virtuelle Tasten.

Auch bewegt sich Cloud so, als hätte er sich in den Hyper-Zustand versetzt: An Leitern oder Verkäufern rennt er gerne vorbei oder dreht sich im letzten Moment zur Seite. Das Speichersystem stellt unsere Geduld ebenfalls auf die Probe: Zwar wirbt Square Enix mit einem Cloudspeicher, wir müssen aber unsere Spielstände vorab manuell synchronisieren. Zudem ist das Speichern an entsprechenden Punkten für Einsteiger verwirrend: Auch wenn es so aussieht, als gäbe es 10 Speicherslots, müssen wir innerhalb dieser separat Spielstände anlegen. Wer nur schnell eine Option auswählt und nicht genau hinschaut, vergisst schnell, zu speichern. Eine fiese Frustfalle.

Auf Kaffeefahrt durch Midgar

Gänzlich ohne neue Features kommt die iOS-Fassung dann doch nicht daher: Für Wiederkehrer und nur an der Erzählung interessierte Spieler gibt es zwei Touristenoptionen. Zum einen lassen sich die Zufallskämpfe nach Belieben ausschalten, zum anderen können wir die Attribute und Fähigkeiten unserer Recken von Beginn an auf die maximale Stufe stellen. So können wir durch die - dann etwas leblos wirkende - Spielwelt touren und müssen nur noch in Kämpfen, die von der Story vorgeschrieben sind, das viel zu große Schwert zücken. Für Gelegenheitsspieler ist das toll, allerdings war schon das Originalspiel nicht für einen besonders hohen Schwierigkeitsgrad bekannt.

Damals ein toller Technikkniff: Videosequenzen im Hintergrund gaukeln eine optisch schönere Spielgrafik vor.Damals ein toller Technikkniff: Videosequenzen im Hintergrund gaukeln eine optisch schönere Spielgrafik vor.

Für das technische Drumherum des Ports gilt: Die Ladezeiten sind erfreulich kurz, Abstürze konnten wir während des Test keine verzeichnen. Die Musik begeistert zudem auch auf Mobilsystemen ab der ersten Note. Weniger schön sind kleinere Macken: Die Sprachfassung muss über die Systemsprache des Betriebssystems umgestellt werden, zudem erscheint das Autosave-Feature in den Optionen ohne Wirkung zu sein. Schade, doch letztlich können auch diese Fehler unseren Spaß am großartigen Final Fantasy 7 kaum trüben.

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