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Final Fantasy: All the Bravest im Test - Arr! Schrubb das Touchpad, Landratte!

Final Fantasy! Retro! Mit dem besten aus allen Serienteilen! All the Bravest scheint Fanservice erster Güte zu sein. Der Test zeigt das genaue Gegenteil.

von Jan Knoop,
24.01.2013 08:45 Uhr

Final Fantasy: All the Bravest - Launchtrailer 1:27 Final Fantasy: All the Bravest - Launchtrailer

Blitze zucken über den Bildschirm, Meteoriten fallen scharenweise vom Himmel, ein Haufen Monster und beschworener Kreaturen fliegt durch unsere Reihen - von den Schlägen, Hieben und Projektilen ganz zu schweigen, die unsere Recken austeilen. Während in den Kämpfen der Hauptserie nur wenige Recken aktiv in den Kampf eingreifen, starten wir Kämpfe in Final Fantasy: All the Bravest direkt mit Dutzenden von Ninjas, Beschwörern, Blaumagiern und weiteren Klassen, die aus den verschiedenen Final-Fantasy-Spielen entnommen sind.

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Heldenhafte Insektenplage

Diese fechten die Schlachten nach einem vereinfachten ATB-System (Active Time Battle) aus, dessen Erwähnung allein bei Serienkennern eine Erhöhung des Herzschlages auslöst und sich wohl auch aus diesem Grund der Untertitel als Hommage ans Kampfsystem versteht. Doch Obacht: Vereinfacht bedeutet in diesem Fall, dass die Helden nach Auffüllung ihrer Aktionsleiste stets die gleiche Aktion ausführen können, die immer einem Angriff gleichkommt. Ob das Zücken einer Klinge hinter dem Rücken eines Gegners oder ein heiliger Lichtstrahl, komplizierte Entscheidungen über das Wirken defensiver Zauber oder ähnlicher Finessen entfallen.

Dem trägt auch das Kampfsystem Rechnung: Ein Druck auf einen der mordlüsternen Recken mit voller Aktionsleiste, schon entlädt er sein gesamtes Aggressionspotential auf einen zufälligen Gegner; eine Blindheit, die der Spieler im ersten Ansturm aller Beteiligten noch entschuldigen könnte. Wird ein nur noch durch den Rahmen des HP-Balkens am Leben gehaltener Boss zugunsten seiner Schergen verschont und schickt dieser im Gegenzug die halbe Party mit einer Explosion über den Jordan, wünschte man sich dennoch ein Grundmaß an Kontrolle.

Final Fantasy: All the Bravest - Screenshots ansehen

Der Mangel an Intellekt der eigenen Truppen wird jedoch von einem weiteren Attribut noch übertroffen: Während die Gegner dutzende Schläge, Brandverletzungen, die Perforierung zahlreicher lebenswichtiger Organe durch Pfeile und Shuriken und sogar Kometen lediglich mit einem Schulterzucken zur Kenntnis nehmen, scheint es, als würde selbst eine schwache Brise an einem warmen Sommermorgen ausreichen, um plötzliches Herzversagen der gesamten Verbündeten auszulösen. In der Tat stirbt vom Krieger bis zum Magier jeder Heldenytyp nach einmaliger Berührung - so wirken Goblins wie Todesboten, die selbst erfahrene Weltenretter ins Jenseits pieksen.

Um dem zu entgehen, schicken wir möglichst viele Freiwillige (in den Freitod) zur Rettung der Welt ins Feld - und das gleichzeitig, indem wir möglichst schnell mit mehreren Fingern über den Touchscreen wischen. Dies sieht nicht nur reichlich befremdlich aus, Final Fantasy: All the Bravest nimmt damit fast jegliche Kontrolle über das Kampfgeschehen aus den Händen des Spielers.

My name is Cloud, I have a sword.

Die (Ruinen-)Stadt Zanarkand aus Final Fantasy X ist eine der hinzukaufbaren Regionen.Die (Ruinen-)Stadt Zanarkand aus Final Fantasy X ist eine der hinzukaufbaren Regionen.

Um die Kämpfe dennoch zu seinen eigenen Gunsten zu entscheiden, benötigt der Spieler neben flinken Händen auch möglichst viele, möglichst gut ausgestattete und starke Helden. Idealerweise gibt es Ausrüstung und Erfahrungspunkte als Belohnung für gewonnene Kämpfe: Einerseits lassen alle Gegnertypen beim Ableben mit einer gewissen Chance bestimmte Waffen fallen, die die Charakterwerte einer oder mehrere Klassen verbessern. Andererseits bringen die nicht charaktergebundenen Levelaufstiege weitere Plätze in der Party oder neue Klassen, die meist mehr Schaden austeilen. Diese werden dann in die zu Schlachtbeginn zufällig zusammengewürfelte Armee gesetzt, um vor ihrem fast sicheren Ableben noch ein wenig an der Hornhaut der Gegner zu kratzen.

Etwas besser schlagen sich die Heldencharaktere, die keine generische Massenware darstellen, sondern namhafte Protagonisten aus den Final-Fantasy-Hauptteilen. Wer allerdings Cloud Strife oder Tifa Lockhart aus Final Fantasy VII in seinem Team haben will, muss pro Charakter in die Tasche greifen: 0,89€ kostet ein zusätzlicher Charakter, der zudem zufällig ausgewählt wird. Wer Pech hat, muss also mehrfach zugreifen, bis der gewünschte Held vom großen Kristall beschworen wird. Immerhin lockern die charakteristischen Attacken das Effekteinerlei ein wenig auf; Rydia (FF IV) beschwört so etwa ein wasserspuckendes Seeungeheuer.

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