Final Fantasy XI Online im Test

Fast vier Jahre nach Erscheinen der japanischen PS2-Version geht das Online-Rollenspiel auf der Xbox 360 an den Start. Ein Fest für Final-Fantasy-Fans und Internet-Abenteurer?

von Gamepro Redaktion,
30.05.2006 14:33 Uhr

Die japanische Final Fantasy-Serie zählt zu den populärsten Rollenspiel-Reihen überhaupt. Mit Final Fantasy: Die Mächte in Dir flimmerte 2001 gar der erste – komplett im Computer generierte – Kinofilm über die Leinwände. Doch trotz des Film-Flirts bleibt Final Fantasy eine Spieleserie. In Japan erschien jüngst Final Fantasy XII für die PS2; die Xbox 360 wird hingegen mit einer Umsetzung von Final Fantasy XI Online bedacht. Eine Besonderheit: Xbox-360-Spieler loggen sich auf den gleichen Servern wie PC- und PS2-Besitzer ein. Eigene europäische Server hat Entwickler SquareEnix allerdings nicht aufgestellt, weshalb sich japanische und amerikanische Spieler bunt gemischt in der Online-Welt tummeln. Gute Englischkenntnisse sind zwingend notwendig, um durchs Spiel zu kommen, da die Bildschirmtexte nicht eingedeutscht, sondern von der US-Version des Spiels übernommen wurden. Auf der DVD befinden sich neben dem Hauptspiel die drei bisher erschienen Add-Ons Rise of Zilart, Chains of Promathia und Treasures of Aht Urghan, die für einen reibungslosen Spielablauf ebenfalls installiert werden müssen und noch mehr Futter liefern.

FF XI Online
Genre: Rollenspiel
Release: 18.04.2006

Keine Vorkenntnisse nötig

Statt eines Soloabenteuers wie in den Vorgänger-Versionen ist FF XI Online ein »MMORPG« (Massive-Multiplayer-Online-Rollenspiel) im Stil des derzeit erfolgreichsten Genre-Vertreters World of WarCraft. Ihr benötigt keine Vorkenntnisse zu den übrigen Teilen. Vor Spielbeginn wählt ihr eure Internet-Identität aus fünf Rassen (Mensch, Elf, Tarutaru, Galka, Mitra) und legt Namen, Geschlecht und Aussehen eures Helden fest. Zudem locken sechs Start-Berufe: Vom Krieger über Magier und Mönch bis hin zum Dieb. Praktisch und obendrein höchst motivierend: Man hat die Möglichkeit, jederzeit nach Lust und Laune seinen Beruf zu wechseln. Seid ihr von der Karriere als Schwert schwingender Muskelprotz gelangweilt, sattelt ihr auf einen Zauberer mit Robe und Magie-Stab um. Ihr könnt aber auch jederzeit eure alte Tätigkeit aufnehmen und die zuvor erspielten Gegenstände und Statistiken wieder aktivieren. Insgesamt ist die Charakterentwicklung vorbildlich gelöst und lässt dem Spieler alle Freiheiten, die er sich von einem Rollenspiel-Epos wünscht. Je nachdem, wo ihr euch am Anfang niederlasst, verfolgt ihr die Story aus einer anderen Perspektive. Die Entwickler von SquareEnix achteten trotz der Online-Ausrichtung darauf, eine spannende Geschichte zu erzählen: Der Kampf zwischen den drei Nationen Windurst, Bastok und San d’Oria ist in Hauptmissionen und etliche Nebenaufgaben verpackt, die man alleine oder in der Gruppe mit anderen Mitspielern absolviert. Die Aufträge bekommt ihr von redseligen Computer-Charakteren erteilt, denen ihr vornehmlich in Städten begegnet. Die Missionen sind recht abwechslungsreich: Mal müsst ihr einen wertvollen Gegenstand auftreiben, dann wiederum im Team mit anderen Online-Kämpfern einen bestimmten Ort von Feinden säubern. Knackt ihr einige besonders happige Missionen, eröffnen sich euch neue, besonders schlagkräftige Berufklassen wie Paladin oder Ninja.


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