First-Person-Shooter - John Carmack ist sauer - »Leute kaufen das neue Call of Duty, weil sie es lieben«

Der Designer und id-Software-Gründer John Carmack wehrt sich jetzt gegen die Kritik, die gegenüber dem Shooter-Genre vorgebracht wird. Dabei geht er unter anderem auch auf Call of Duty ein.

von Andre Linken,
19.07.2011 14:55 Uhr

Die oftmals vorgebrachte Kritik am Genre der Ego-Shooter ist teilweise ungerechtfertigt. Das behauptet zumindest John Carmack, seines Zeichens einer der Gründe von dem Entwicklerstudio id Software. Im Rahmen eines Interviews mit dem Magazin Industrygamesrs erklärte Carmack, dass man nicht zwangsläufig auf Innovation setzen müsse, um ein gutes Spiel abliefern zu können.

»Solange die Leute die Spiele kaufen, bedeutet es, dass sie sich von ihnen unterhalten fühlen. Wenn sie das nächste Call of Duty kaufen, heißt dies, dass sie den Vorgänger mochten und mehr davon wollen. Aus diesem Grund habe ich nichts für Leute übrig, die behaupten, dass wir angeblich nicht kreativ seien. Aber wir erschaffen einen Wert für die Leute - das ist unsere Arbeit. Es geht nicht darum, etwas zu machen, das niemand zuvor gesehen hat. Es geht darum, etwas zu machen, das die Leute so sehr lieben, dass sie uns Geld dafür geben.«

Vor allem auf einige Vertreter der Independent-Szene (unabhängige Entwickler) ist Carmack derzeit nicht sonderlich gut zu sprechen.

»Einige der Independent-Enwickler haben eine ziemlich hochnäsige Einstellung zu diesem Thema. Wenn etwas beliebt ist, ist es zwangsläufig nicht mehr gut - es scheint zumindest fast so. Aber das ist einfach nicht die Wahrheit.«


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