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Formel Eins 2003 im Test

Die Formel 1 ist käuflich! Sony hat sich exklusiv alle Rechte an der Königsdisziplin des Motorsports gesichert. Ob das Spiel für euch einen Kauf wert ist, erfahrt ihr hier.

18.08.2003 15:32 Uhr

Die FIA-Inspekteure sind nicht ganz bei der Sache. Dieser Horror-Crash blieb ohne Folgen. (Screen: PLAYSTATION 2)Die FIA-Inspekteure sind nicht ganz bei der Sache. Dieser Horror-Crash blieb ohne Folgen. (Screen: PLAYSTATION 2)

Gab es in der letzten Ausgabe noch Schelte für Electronic Arts, weil F1 Career Challenge keine aktuellen Daten bot, lüftete sich kurz nach Fertigstellung des Heftes das Geheimnis: Sony hat eine Menge Geld hingeblättert, um bis zum Jahr 2007 als einziger Hersteller die realen Fahrer- und Streckendaten in seine Spiele packen zu können. Damit hat sich Formel Eins 2003, ohne einen einzigen Testkilometer, schon einen komfortablen Vorsprung auf die Konkurrenz verschafft. Denn diese Trumpfkarte reizen die Entwickler von Sonys Studio Liverpool gekonnt aus. Sie haben nicht nur die Originaldaten der Fahrer und das neue Regelwerk verwendet, auch die 20 Wagen und 16 Strecken wurden bis in kleinste Detail modelliert. Es dürfte den Teammanagern schon fast unheimlich sein, wie viel die Macher des Titels über die Autos wissen: Jeder Flügel, jeder Seitenkasten, jedes Lenkrad ist individuell und authentisch gestaltet.

Mit Gefühl

Der größte Pluspunkt des Spiels ist aber nicht die exklusive Lizenz, sondern das hervorragende Fahrgefühl. Die Steuerung ist direkt, millimetergenau und butterweich. Mit ein wenig Übung kommen so schon bald die ersten akzeptablen Rundenzeiten zustande. Auch die analogen Knöpfe eures Controllers reagieren sehr sensibel, gefühlvolles Gasgeben und Bremsen funktioniert gut. Einen großen Teil zur guten Spielbarkeit trägt die Fahrphysik bei: Die Boliden lassen sich sehr angenehm um die Kurse lenken, ihr habt jederzeit die totale Kontrolle.

Besonders simulationslastig ist das Ganze aber nicht: Kleinere Fahrfehler werden großzügig verziehen, dreht ihr euch doch einmal, findet ihr schnell in die Spur zurück. Etwas schlüpfriger wird es, wenn ein plötzlicher Regenschauer die Strecke heimsucht. Insgesamt macht das Fahrverhalten aber den Eindruck, als hätten sich die Entwickler sich nicht zwischen Arcade oder Simulation entscheiden können. Auch die KI der Konkurrenten ist eine eher ungesunde Mischung: Spannende Duelle gibt es kaum. Die meiste Zeit fahren eure Kontrahenten stur auf der Ideallinie, ohne auf euch zu reagieren.

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