Seite 2: Fuse im Test - Army of Four

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Besser verbessert

Damit das Ganze nicht allzu schnell langweilig wird, gibt es zusätzliche Erfahrungspunkte dafür, die Waffen des Overstrike-Teams miteinander zu kombinieren. So stauben wir mehr EP ab, wenn wir einen Wachmann beispielsweise mit dem Schild von Dalton erledigen, als wenn wir ihm einfach einen Kopfschuss verpassen. Wenn Izzy einen gegnerischen Trupp eingefroren hat, zersplittern wir ihn mit dem Maschinengewehr, oder wir lösen bei den Feinden die Naya bereits angeschossen hat, mit Jacobs Armbrust eine vorzeitige Supernova aus.

Zusätzliche Fähigkeiten bringen neue Möglichkeiten. Getarnt schleicht sich Naya an alle heran. Zusätzliche Fähigkeiten bringen neue Möglichkeiten. Getarnt schleicht sich Naya an alle heran.

In der Theorie klingt das echt gut, im Singleplayer macht es uns die teils störrische KI oft schwer, richtig zusammenzuarbeiten. Wir können den KI-Kumpels nämlich nicht mal rudimentäre Befehle geben. Dalton etwa steht mit seinem Schild selten so, dass wir ordentlich hindurch zielen könnten. Deswegen kochen wir lieber unser eigenes Süppchen und stauben eben weniger Punkte ab. Klappt es aber doch mal, verbessern wir mit den gesammelten EP unseren Trupp.

Neben normalen Upgrades für bestehende Talente und Waffen, schaltet jeder Charakter auch noch eigene Spezialfähigkeiten frei. Naya etwa kann sich unsichtbar machen um perfekte Schleichattentate zu begehen, Izzy wirft mit Medipacks um sich, und Dalton stellt stationäre Energieschilde auf. Das bringt dann tatsächlich mal ordentlich Schwung in die Sache, denn die neuen Fähigkeiten eröffnen zugleich neue taktische Möglichkeiten. Denn mal ehrlich: Unsichtbar hinter die feindlichen Linien zu gelangen und einen Soldat nach dem anderen auszuschalten, ohne dass die Typen auch nur wissen wie ihnen geschieht, macht tierischen Spaß.

Klare Stärke: Multiplayer

Die computergesteuerten Kollegen stellen sich im Kampf gegen viele einzelne Gegner richtig gut an, beleben gefallene Agenten flink wieder und sind recht zielsicher. Wenn es aber darum geht, einen Zwischenboss mit System anzugehen oder sich gar anzuschleichen und unauffällig zu agieren, lassen uns die KI-Kameraden oftmals im Regen stehen. Da wir sie nicht befehligen können, ist das doppelt ärgerlich.

An solchen Punkten merken wir ganz deutlich, dass Fuse auf reale Mitspieler ausgelegt ist. Zu zweit spielen wir im lokalen Koop mit vertikalem Splitscreen und übers Internet mit bis zu drei Freunden. Bei einem Einsatzteam aus Fleisch und Blut klappt das mit dem Zusammenspiel der diversen Waffen auch deutlich besser: Wenn einer den riesigen, gepanzerten Typen mit dem Flammenwerfer ablenkt, schießt der Rest ihm bestenfalls tatsächlich in den Rücken, statt sich wie die KI-Kollegen um anderes zu kümmern.

Fuse - Launch-Trailer zum Koop-Shooter Video starten 1:32 Fuse - Launch-Trailer zum Koop-Shooter

Mit Freunden können wir auch leichter über die 08/15 Story, die arg schlauchigen Levels und die abwechslungsarmen Schauplätze hinwegsehen. Denn wie das bei den meisten Spielen so ist, steigt der Spielspaß mit einem gut besetzten Team. Schade ist nur, dass es kein einfaches Jump-in-/Jump-out-System gibt. Zu Beginn der Sitzung müssen wir wählen, ob wir eine Solo- oder Koop-Kampagne mit oder ohne die Möglichkeit, dass Freunde online einsteigen, starten wollen. Um das nachträglich zu ändern, müssen wir erst wieder umständlich das Spiel beenden und zurück ins Hauptmenü.

Achtung, Wellen!

Neben der Story gibt es noch den Echelon-Modus. Ähnlich wie im Horde-Modus des Genre-Vorreiters Gears of War haben wir hier mehrere Karten zur Auswahl, auf denen wir mit dem Overstrike-Team eine Gegnerwelle nach der anderen niederstrecken müssen. Wo die KI in der Kampagne noch eine nützliche Unterstützung war, bringt sie uns hier in den späteren Wellen gar nichts mehr: Wenn die Überzahl an Gegnermassen aus unterschiedlichen Richtungen auf uns einströmt, haben wir mit den computergesteuerten Teammitgliedern kaum eine Chance. Hier wird noch einmal ganz klar deutlich, dass die größte Stärke von Fuse der Mehrspielermodus ist. Im Team mit ein paar Freunden macht das Gegnermetzeln nämlich richtig Laune.

Maps im Echelon-Modus: Raven-U-Boot-Dock Die Maps sind alle dem Signleplayer entnommen. Diese Inselanlage dient als zentrale Alaufstelle für die Tauchboot-Flotte der Gegner.

Bahnstation Die Grigori-Bahnstation wurde genutzt, um modifiziertes Fuse durch den Komplex zu transportieren.

Deveraux' Versteck Die Festung dient als sicherer Rückzugsort unserer Feinde.

Fuse-Reaktor Das Unterwasser-Waffenlabor wurde genutzt, um Truppen des Unternehmens mit Fuse-Technologie zu verstärken.

Meilins Quartiere Die Anlage ist die Operationsbasis einer der Bosse aus dem Singleplayer-Modus.

Raven-Einrichtung Diesse Einrichtung war früher der Firmensitz unseres Feinds. Heite dient sie der Herstellung von Waffen.

Teils Augenschmaus, teils Augengraus

Optisch macht Fuse nicht allzu viel her. Da wir meist geschlossene Räume und Laborkomplexe erkunden, sind die Umgebungen karg und ähneln sich schnell. Zwar sind sie detailliert, dennoch düster und insgesamt sehr abwechslungsarm. Die seltenen Außenareale stechen deshalb besonders positiv hervor. Hübsche Umgebungen, tolle Lichteffekte und abwechslungsreiches Wetter machen einen besseren Eindruck. Leider bekommen wir so etwas selten und immer nur kurz zu Gesicht.

Lichteffekte und Witterungsbedingungen stechen positiv in den seltenen Außenarealen hervor. Lichteffekte und Witterungsbedingungen stechen positiv in den seltenen Außenarealen hervor.

In Zwischensequenzen merkt man Fuse den nachträglichen Stilwechsel oft noch deutlich an. Einige eher comichaftere Charaktere stechen gelegentlich wie ausgeschnitten aus der restlichen Umgebung hervor. An der Sprachausgabe hingegen gibt es nicht viel zu meckern, die Figuren sind alle ordentlich vertont. Die eigentlich recht platten Helden wachsen uns doch ein wenig ans Herz, wenn sie mit klassischen Actionfilm-Onelinern um sich werfen und in ruhigeren Passagen ausdiskutieren, warum Dalton Katzen misstraut. Die Soundkulisse ist insgesamt stimmig, manchmal überlagern allerdings die Waffensounds das restliche Geschehen. Einen richtigen Soundtrack mit cooler Musik vermissen wir hingegen.

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