Gears of War

Taktisches Feuergefecht oder Kettensägenmassaker? Dieser Shooter ist beides! Wir haben Epic Games im Südosten der USA besucht, um als einziges deutsches Magazin das potenzielle Action-Highlight auszuprobieren. Lest selbst, warum sich die Reise gelohnt hat.

von Benjamin Blum,
13.10.2006 14:13 Uhr

Ich stehe in einer Schlange am Flughafen von Raleigh und gähne. Der Trip nach North Carolina war über sieben Stunden lang, und nun überlege ich, wie ich wieder munter werde – schließlich dauern diese Passkontrollen da vorne noch ewig. Es käme bestimmt etwas Leben in die Bude, wenn ich den Beamten am Schalter ein bisschen schocken würde. Ein möglicher Dialog läuft vor meinem geistigen Auge ab. Der Beamte wird fragen: »Warum besuchen Sie die USA?« Ich könnte sagen: »Ach wissen Sie, ich wollte ein paar Sprengsätze durch die Gegend schleudern, Kopfschüsse verteilen und meine Kollegen aus Europa in kleine Stücke sägen.« Dass all das nur virtuell stattfindet, würde ich natürlich für mich behalten. Da mit US-Beamten jedoch nicht zu spaßen ist und ich die Nacht lieber im Hotel statt in einer Zelle verbringen möchte, kommt es letztlich anders. Als ich an der Reihe bin, halte ich die Antwort bewusst einfach: »Ich bin Redakteur und besuche das Entwicklerteam Epic, um ein Videospiel anzuspielen.«

Gears of War
Genre: Action
Release: 17.11.2006

Alles Böse kommt von unten

GamePro hat als einziges deutsches Magazin die Ehre, den Einzel- und Mehrspieler-Modus von Gears of War im Studio der Entwickler auszuprobieren. Lest im Folgenden, wie die Müdigkeit nach der Landung bei der Anspiel-Session schnell großer Begeisterung gewichen ist: Nach einer freundlichen Begrüßung im Konferenzraum durch Lead Designer Cliff Bleszinski und weitere führende Epic-Mitarbeiter werden andere Journalisten und wir von der GamePro durch einen nur schwach erleuchteten Flur geführt. An der Wand hängen Zeitschriften-Cover aus verschiedenen Ländern, die hauptsächlich ein Thema zeigen: Unreal – die Spiele-Reihe, für die die Jungs und Mädels von Epic weltweit bekannt sind. Doch auch wenn Unreal und Unreal Tournament viele Fans haben mögen, sind wir ganz froh, dass Gears of War eine komplett neue Entwicklung ist, bei der unverbrauchte Helden und Bösewichter im Mittelpunkt stehen. Der Schauplatz für die Story ist ein (der Erde sehr ähnlicher) Planet namens Sera, auf dem eine schreckliche Katastrophe passiert ist: Die Locust, eine bis dahin unbekannte Rasse von humanoiden Monstern, kamen aus Erdspalten gekrochen, um unzählige Menschen abzuschlachten und ganze Städte in Schutt und Asche zu legen. Im Grunde haben wir es also mit einer Alien-Invasion zu tun, die allerdings nicht von oben, sondern von unten stattfindet. Nach diesem Ereignis, dem sogenannten »Emergence Day«, formiert sich nun der Widerstand – und Marcus Fenix, hochdekorierter Soldat und Hauptfigur des Spiels, ist mittendrin. Er schließt sich den »Gears« an, einer Truppe von Elitekämpfern, die gegen die Locust in die Schlacht zieht. Nachdem wir vor einem schicken HD-Bildschirm Platz genommen haben, erleben wir nun selbst, wie der Kampf beginnt.


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