Gears of War 4 - Die Roboter sind los!

In Gears of War 4 für die Xbox One treten J.D. Fenix und sein Trupp gleich gegen zwei neue Gegnerarten an – eine davon haben wir auf der Gamescom in Aktion gesehen.

von Tobias Veltin,
20.08.2016 15:08 Uhr

Gears of War 4Gears of War 4

Gears of War 4 steht ganz unter dem Motto „Alt trifft neu“. Das typische Gears-Duck-and-Cover-Gameplay wird mit neuen Hauptcharakteren, Waffen und Feinde aufgepeppt. Die mysteriöse Alienrasse „The Swarm“ wurde bereits im ersten Gameplay zum Spiel auf der E3 2015 vorgestellt, im Rahmen der Gamescom kündigte Entwickler The Coalition aber noch eine weitere Gegnersorte an. Die Roboterwesen DeeBees wurden ursprünglich von den COG entwickelt, wenden sich aber irgendwann gegen ihre Erschaffer – in der Story von Gears of War 4 sollen die Gründe genau erklärt werden.

  • Wir sehen auf der Gamescom eine Mission, in der wir Gears-Legende Marcus Fenix auf seinem Landsitz aufsuchen und um Hilfe bitten. Das Gebiet wird kurze Zeit später von den DeeBees angegriffen, J.D. Fenix, Marcus und Co. müssen sich ihren Weg durch das Gebäude und die Umgebung ballern.
  • In der brennenden Eingangshalle trifft der Heldentrupp direkt auf die stärkste DeeBee-Einheit. Der bullige DR-1 ist schwer gepanzert und dementsprechend langsam, als Waffe schleppt er ein schweres Maschinengewehr mit sich herum. Der DR-1 greift direkt an und kommt wild feuernd auf euch zu, lässt sich aber dadurch auch relativ leicht flankieren. Ist der Gegner erledigt, könnt ihr seine Waffe aufklauben und auf Geländer installieren, um damit zum Beispiel Feuerschutz zu geben.
  • In den Außenbereichen greifen dann die restlichen drei DeeBee-Klassen an. Der Shepherd ist menschenähnlich und verhält sich ähnlich wie das Gears-Team, geht in Deckung und greift oft in der Gruppe an.
  • Die Tracker sind metallene Kugeln, die mit Sprengstoff gefüllt sind und auf euch zurollen. Sind sie in der Nähe, sollte man schnellstmöglich in Deckung hechten, um nicht von der Explosion erwischt zu werden. Knifflig: Meistens attackieren gleich mehrere Tracker.
  • Der Guardian erinnert uns an die Watcher aus Halo 4 und 5. Er fliegt in der Luft, hat ein Maschinengewehr installiert und wird durch einen weiß leuchtenden Schild geschützt. Die Guardians schaltet ihr am besten im Team aus. Einer ballert den Schild runter, ein anderer gibt dem Feind dann den Rest.
  • Die DeeBees tauchen meistens ziemlich unvermittelt auf. Ein Condor-Flugzeug fliegt über das Gebiet und wirft die Truppen ab.
  • Während der Landsitz-Szenen sehen wir vier neue Waffen im Einsatz. Die Enforcer ist eine schnell feuernde SMG (Premiere für diese Waffenkategorie in der Serie), die Overkill eine automatische Schrotflinte mit zwei Schüssen im Lauf (entweder gleichzeitig oder verzögert abfeuerbar), die Embar eine großkalibriges Scharfschützengewehr ohne Zielfernrohr und die Thrasher eine Art Minigun.
  • Das Gameplay ist typisch Gears und wirkt damit eher routiniert als frisch. Ballern, Deckung suchen, flankieren, Nahkampfangriff, Gebiet säubern und weiter zum nächsten Bereich.
  • Highlights gibt es trotzdem: Marcus Fenix ist für die coolen Sprüche und den damit typischen Gears-Humor zuständig. Als sich der Kampf gegen die DeeBees in die Gewächshäuser verlagert, ist der bärbeißige Muskelprotz erbost: „Die trampeln mir meine schönen Tomaten kaputt“.
  • Highlight Nummer 2: Nach dem Kampf im Gewächshaus setzt draußen ein Sturm ein. Der ist klasse inszeniert, Bäume schwanken hin und her, der Himmel verdunkelt sich bedrohlich und Gegenstände werden durch die Gegend gewirbelt.
  • Grafisch sieht Gears of War 4 gut aus, die Feuereffekte sind zum Beispiel sehr schick, allerdings ist Gears 4 unseren ersten Eindrücken nach keine absolute Technik-Bombe, wie es damals noch die ersten beiden Teile waren.
  • Auf Nachfrage bestätigen die Entwickler, dass für Gears of War 4 in Deutschland ein 18er-Rating beantragt ist, über eventuelle Schnitte können die Entwickler noch keine Angaben machen.


Tobias Veltin
@FrischerVeltin
Ich würde lügen, wenn ich sage, die Gears-4-Präsentation hätte mich umgehauen. Dafür spult die Ballerei mit J.D. Fenix und seinem Team die Serienroutinen zu emotionslos runter. Es wirkt so, als hätte The Coalition krampfhaft nach neuen Gameplay-Tweaks gesucht, sie aber nicht gefunden. Klar, es gibt neue Waffen und Feinde (wobei die Deebee-Klassen schon sehr frappierend an die Prometheaner in Halo 4/5 erinnern), aber irgendwie hatte ich mir insgesamt schon ein bisschen mehr versprochen.

Zumal Gears 4 auch nicht mehr den grafischen Wow-Faktor hat wie die ersten Teile. Allerdings ist das alles für mich nicht wirklich schlimm: Denn ich liebe das Gears-Gameplay und freue mich schon jetzt auf die Deckungsschlachten mit den Swarm und den Deebees – insbesondere im Koop-Modus dürfte Gears of War 4 wieder ein Fest werden. Einen echten Serien-Meilenstein – den die Serie nach dem eher mäßigen Judgement gut gebrauchen könnte – erwarte ich aber nicht.


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