Gran Turismo 4 im Test

Rennspiel-Fans frohlocken: Endlich erscheint Sonys PS-Epos auch bei uns. GamePro hat die deutsche Version auf Herz und Nieren gestestet – steigt ein und gebt mit uns auf den folgenden Seiten Vollgas!

von Gamepro Redaktion,
03.08.2006 15:34 Uhr

In der letzten Ausgabe haben wir euch die japanische Version von Gran Turismo 4 ausführlich vorgestellt. Unser überaus positiver Eindruck hat sich beim Test der deutschen Version bestätigt: Der offizielle vierte Teil der sieben Jahre alten Rennspiel-Reihe ist der Spiel gewordene Traum für PS-Junkies und Rennspiel-Cracks.


Genre: Sport
Release: 07.03.2005

Schöne, neue GT-Welt

Da Entwickler Polyphony Digital den einst geplanten Online-Modus bedauerlicherweise wieder strich, konzentriert sich in Gran Turismo 4 alles voll und ganz auf den Einspieler-Modus – abgesehen von Splitscreen-Duellen für zwei Spieler und die Möglichkeit, bis zu sechs PS2-Konsolen per iLink miteinander zu vernetzen. Im »Arcade«-Modus dreht ihr mal eben eine schnelle Runde, das eigentliche Spiel ist jedoch der bewährte »Gran Turismo«-Modus. Dieser wurde in die so genannte »GT-Welt« verfrachtet. Diese mit Symbolen voll gestopfte Übersichtskarte ist der Ausgangspunkt zu sämtlichen Bereichen, die ihr im Laufe eurer Rennfahrerkarriere ansteuert. Wie in den vorherigen Teilen beginnt ihr mit einem Startgeld von 10.000 Credits und kauft euch dafür einen Gebrauchtwagen, den ihr euch aus dem riesigen Sortiment der amerikanischen, japanischen und europäischen Autohersteller herauspickt. Über 650 Boliden aus den unterschiedlichsten Kategorien wie Allrad, Front- und Heckantrieb wurden von Hersteller Sony lizenziert. Sogar Oldtimer, seltene Konzeptwagen, Formel-Eins-Flitzer und Rallye-Kutschen könnt ihr durch Siege in den verschiedenen Cups frei spielen. Da bleiben fast keine Wünsche offen. Abgesehen von einigen Edelherstellern wie Ferrari sind wirklich alle wichtigen Marken in den unterschiedlichsten Ausführungen und Farben vertreten. Praktisch für GT-Veteranen: Wer das Glück hat, bereits Gran Turismo 3 zu besitzen und gespielt zu haben, der importiert kurzerhand per Memory Card bis zu 100.000 Credits und leistet sich gleich zu Beginn ein brauchbares Vehikel. Bevor ihr mit diesem zu den ersten gewinnträchtigen Wettbewerben antretet, ist erst mal das Absolvieren der Lizenzprüfungen angesagt. Erneut sind treue GT-Spieler im Vorteil: Habt ihr in Gran Turismo 4 Prologue bereits die in fünf Klassen unterteilten Führerscheine absolviert, übertragt ihr diese in GT 4. Ist dies nicht der Fall, müsst ihr pro Lizenz 16 Fahrtests innerhalb der vorgegebenen Zeitlimits in Gold, Silber oder Bronze bestehen. Angefangen bei einfachen Brems- und Beschleunigungstest über das richtige Kurvenverhalten bis hin zu kompletten Runden auf einer der 52 Strecken des Spiels: Ihr werdet mit allen Kniffen der Steuerung akribisch vertraut gemacht. Habt ihr bereits Erfahrung mit Sonys Rennspiel-Reihe, könnte für euch die Prüfungs-Prozedur etwas nervig sein, da sich die ebenso direkte wie intuitive Steuerung kaum verändert hat und ihr euch etwas lustlos von einem Fahrtest zum nächsten vorarbeitet. Einsteiger werden so jedoch behutsam mit der auf Simulation getrimmten Steuerung vertraut gemacht. Egal, ob mit dem DualShock-Controller oder einem Force-Feedback-Lenkrad, ihr habt wirklich das Gefühl, hinter dem Lenkrad eines echten Wagens zu sitzen. Je nach Modell und PS-Zahl ändert sich das Fahrverhalten der Autos, was von euch einen sensiblen Umgang mit Gas und Bremse verlangt. Vollgas-Piloten haben keine Chance: Bremst ihr vor fiesen Schikanen zu spät ab, landet ihr unter Garantie im Kiesbett. Das ist in den Rennen gegen bis zu fünf Computer-Kontrahenten besonders ärgerlich, da diese meist fehlerfrei ihre Runden ziehen und ihr den Rückstand nur selten noch aufholen könnt. Die künstliche Intelligenz eurer Widersacher wurde gegenüber Gran Turismo 3 leicht verbessert, ist aber lange noch nicht perfekt. Zwar werden eure Überholversuche schon mal von den K.I.-Konkurrenten abgeblockt, dennoch hat man immer noch das Gefühl, dass sie einer unsichtbaren Linie folgen – wenn auch nicht mehr ganz so stur wie im direkten Vorgänger-Spiel.


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